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Tierschutzorganisationen: Schwarze Schafe erkennen

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Tierschutzorganisationen sollten für etwas Gutes stehen – eigentlich! Doch nicht immer ist dies der Fall und schwarze Schafe treiben ihr Unwesen. Erfahre deshalb hier, woran du eine seriöse Tierschutzorganisation von schwarzen Schafen unterscheiden kannst.

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Googelt man den Begriff „Tierschutzorganisation“, erhält man gleich zahlreiche Vorschläge zu einer Vielzahl verschiedenster Organisationen. Leider finden sich hier auch immer wieder unseriöse Vertreter, welche unter dem Deckmantel des Tierschutzes Profit aus der Gutgläubigkeit des Tierfreundes schlagen und dabei alles andere als tierlieb vorgehen: Illegaler Welpenhandel ist nur eines der bekannten Stichworte zu dieser Thematik.

Seriöse Organisation

Wenn man sich über eine Tierschutzorganisation und die von ihnen zu vermittelnden Tiere informieren will, nutzt man heutzutage vor allem das Web. Bereits die Internetpräsenz einer Organisation kann dir einiges über die Seriosität des Vereins verraten. Abgesehen vom Design und der genutzten Sprache solltest du vor allem darauf achten, dass es sich um eine Seite handelt, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird und ausgiebig über Notfälle, Pflegestellen und Vermittlungen informiert. Wichtig ist hierbei, dass die Vermittlung nicht über einen Appell an das Mitleid des Tierfreundes erfolgt, sondern über ehrliche, offene Informationen: Lass dich nicht von den drängenden Aussagen „einfangen“. Schwarze Schafe locken ahnungslose Tierfreunde mit emotionalen Appellen. Vor nichts wird hier Halt gemacht. Aufrufe à la „Dieser Hund wird getötet, wenn du ihn nicht adoptierst“ sind keine Seltenheit. Solchen Organisationen geht es häufig mehr um Spenden und das Einnehmen der Schutzgebühr als um das Wohl der Tiere.

Transparenz

Ein weiterer Punkt im seriösen Tierschutz ist die Transparenz: Man sollte sich auf der Website der Tierschutzorganisation unter anderem problemlos über Partner-Tierheime im Herkunftsland sowie über die Investition der Spenden und Kontaktmöglichkeiten informieren können. Letztere sind besonders wichtig, wenn du nicht nur spenden, sondern auch einen Vierbeiner zu dir holen willst. In solchen Fällen sollte sich die Organisation als zuverlässiger Ansprechpartner für alle Anliegen präsentieren, damit die Adoption mit einem guten Gefühl auf beiden Seiten gelingen kann.

Im Ausland

Ein weiterer wichtiger Indikator für die Qualität der Tierschutzorganisation ist das Helfen vor Ort im Ausland. Da es immer um das Wohl der Tiere gehen sollte, transportiert die Organisation die Hunde nicht nur von dort hierher, sondern setzt sich auch für Kastrationsprojekte, Tierheime und Aufklärungsprojekte zu Tierschutz und -haltung ein. Schau dir auch die vorgestellten Tiere genau an: Werden hier nur niedliche Welpen betreut, solltest du misstrauisch werden, denn schließlich gibt es auch ältere Hunde und dringende Notfälle, die deutlich schlechtere Chancen auf eine Vermittlung haben. Das Anbieten von ausschließlich Jungtieren lässt häufig auf unseriösen Welpenhandel schließen, bei dem es den Verantwortlichen nur ums Geldverdienen geht.

Die Vermittlung

Wenn du bisher ein gutes Gefühl bei der Organisation hast und dich durch die angebotenen Tiere geklickt hast, hast du dich vielleicht auch schon in einen Vierbeiner verliebt und bist ernsthaft interessiert, ihn zu dir zu holen. In solchen Fällen sollte eine seriöse Tierschutzorganisation bemüht sein, dir möglichst viele Informationen über den ausgesuchten Hund zu geben. Darunter fallen Informationen zum Tier wie Alter, Herkunft, Charakter und Eigenschaften, aber auch Nachweise über die Krankengeschichte sowie getätigte Impfungen. Hierbei sollte der Verantwortliche der Organisation bereits darauf achten, dass der Hund zu dir und deinem Leben passt: Immerhin geht es darum, zwei Parteien zusammenzubringen, die in Zukunft möglichst für ein ganzes Hundeleben harmonisch zusammenleben sollen.

Alter der Welpen

Ein wichtiges Zeichen für die Seriosität der Organisation ist auch das Alter der vorgestellten Hunde. Grundsätzlich müssen Welpen aus dem inländischen Tierschutz mindestens acht Wochen alt sein, bevor sie von ihrer Mutter getrennt werden dürfen. Eine frühere Vermittlung hat häufig schwere Verlustängste und andere Traumata zur Folge, deshalb solltest du auf keinen Fall einen jüngeren Hund in Betracht ziehen.

Bei Welpen aus dem Ausland sieht die Sache noch etwas anders aus. Grundsätzlich vermittelt eine seriöse Tierschutzorganisation keine Hunde unter vier Monaten. Das liegt vor allem daran, dass die Tiere aus dem Ausland häufig durch Mangelernährung und gesundheitliche Probleme geschwächt sind; kommen dazu der Stress der Reise nach Deutschland und die für den Organismus des Hundes unbekannten Keime, ist das für nicht wenige Hunde häufig schlicht zu viel: Erfahrungen zeigen, dass vor allem junge Welpen, die vor dem vierten Lebensmonat diese stressige Reise durchmachen, die erste Woche im neuen Zuhause oft nicht überleben.

Ein weiterer Grund für die Vier-Monats-Regelung ist zudem, dass erst ab der achten Woche mit dem Aufbau des Impfschutzes angefangen wird und erst ab der 16. Lebenswoche des Welpen die Wirkung der Tollwutimpfung nachgewiesen werden kann. Wird ein Hund aus dem Ausland früher als ab dem vierten Monat hergebracht, könnte er gefährliche Krankheiten in sich tragen, auch wenn er völlig gesund wirkt: Das ist weder positiv für dich, den Welpen, noch andere Hunde, die sich hier bei dem Kleinen anstecken könnten. Seriöse Organisationen arbeiten sowohl vor Ort als auch hier eng mit Veterinären zusammen, kennen sich mit Krankheiten aus und achten auf die Gesundheit der Tiere.

Wichtige Papiere

Grundsätzlich braucht jeder Vierbeiner zur legalen Einreise nach Deutschland neben den nötigen Impfungen und Wurmkuren einen gültigen EU-Heimtierausweis sowie einen Microchip mit Identifikationsnummer. Sei also misstrauisch, wenn dir diese Angaben zum Hund nicht gemacht werden: Es könnte gut sein, dass der Hund auf dem illegalen Privatweg nach Deutschland gekommen ist.

Der Adoptionsprozess

Nach dem Erstkontakt inklusive Informationsaustausch über den potentiellen Adoptionskandidaten wirst du bei seriösen Organisationen erst einmal Auskunft über dich geben müssen. Hast du diesen Schritt gemeistert, kommt es meist zu einer Vorkontrolle bei dir Zuhause, bei der es um das gegenseitige Kennenlernen geht. Außerdem gibt es den Verantwortlichen die Möglichkeit gibt, sich ein Bild über das zukünftige Zuhause des Tieres zu machen: Wie gesagt, es geht nicht um die möglichst schnelle Abwicklung der Adoption, sondern um das Wohl des Tieres.

Im Anschluss wird ein Schutzvertrag aufgesetzt und eine angemessene Schutzgebühr ausgetauscht, die sich meist im Bereich zwischen 200 bis 300 Euro befindet und Transport- und Versorgungskosten abdeckt: Auf Nachfragen sollte eine seriöse Organisation ganz offen erklären, wie genau sich die Schutzgebühr zusammensetzt. Meist gibt es zudem schon vor der Aufnahme des Tieres einen schriftlichen Übernahmevertrag, der für beide Seiten eine Art Absicherung darstellt.

Nachdem der Vierbeiner sein neues Zuhause erreicht und sich eine Weile bei dir eingelebt hat, wird es Nachkontrollen geben. Diese werden vor allem zum Wohl des Tieres durchgeführt, doch auch für dich: Hierbei hast du die Gelegenheit, Probleme anzusprechen und Fragen zu klären.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Natürlich stellen die aufgeführten Punkte keinen Garant für eine empfehlenswerte Tierschutzorganisation dar, was ebenso auch umgekehrt gilt: Nur weil eine Organisation nicht alle oben genannten Punkte erfüllt, muss sie noch lange keins von den schwarzen Schafen des Tierschutzes sein. Wichtig ist, dass nicht gleich viele der erwähnten Punkte zusammentreffen, du immer ein gutes Gefühl hast, dich ernstgenommen und durch den ganzen Prozess hindurch gut betreut fühlst.

Auch wenn es schwer fällt und du am liebsten gleich mehrere der armen Hunde aus dem Ausland bei dir aufnehmen wollen würdest, solltest du dich nicht von Fotos im Internet verleiten lassen. Dies fördert sonst nicht nur zu einem geldmacherischen, herzlosen Handel mit Hunden, auch hast du hier keinen zuverlässigen Ansprechpartner: Nicht erst ein Tierfreund hat aus Herzensgüte einen Hund aus dem Ausland aufgenommen und beim ersten Tierarztbesuch feststellen müssen, dass sämtliche Informationen falsch waren und eine wahre Kostenexplosion bevorsteht, weil Impfungen fehlen oder ernste gesundheitliche Probleme beim Hund bestehen.

Investiere also ausreichend Zeit in die Suche nach einer ehrlichen Tierschutzorganisation und nutze auch Tierschutzportale, die sich intensiv mit dem Enttarnen von unseriösen Organisationen beschäftigen. Zu guter Letzt gibt es Rankings von beispielsweise der Stiftung Warentest, die sich regelmäßig mit der Zusammenstellung von empfehlenswerten Organisationen beschäftigt.

Deutschlands größte Tierrechtsschutzorganisation: PETA Deutschland e.V.

Quelle Artikelbild: Petra Fiedler / Fotolia.com

 
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2 Meinungen von “Tierschutzorganisationen: Schwarze Schafe erkennen”

  1. Karin Bachmeier sagt:

    Hallo,

    Mich würde noch sehr interesieren an welche Orgas man sich
    wenden kann ,falls man überprüfen lassen möchte das eine Tierschutz
    nicht seriös ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Karin Bachmeier

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Karin

      Eine solche generelle Überprüfungsstelle gibt es nicht, weshalb es so wichtig ist, sich selbst ein umfassendes Bild zu machen. Beachte die im Artikel beschrieben Punkte, hör dich in Foren und bei Bekannten um; vielleicht hat ja jemand schon Erfahrungen mit der Tierschutzorganisation X gemacht?

      Viel Erfolg und alles Gute
      Liebe Grüße vom ZooRoyal Team

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