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Hundegeschirr: Arten, Vor- und Nachteile

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Es gibt nicht nur viele verschiedene Leinentypen, ebenso gilt es, verschiedene Geschirre zu unterscheiden. Viele Hundebesitzer sind sich häufig nicht sicher, welches Geschirr am besten zum Vierbeiner passt. Welche Arten es gibt und welche spezifischen Vor- und Nachteile sie haben erfährst du hier.

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Das Führgeschirr

Dieses Geschirr (auch bekannt unter dem Namen „H-Geschirr“) gehört zu den beliebtesten Modellen überhaupt. Es besteht aus einem Rückensteg, an dem zwei Schlaufen befestigt sind (eine führt um den Hals, eine um den Brustkorb) und einem Gurt, der die beiden Schlaufen zwischen den Vorderbeinen verbindet.

Vorteile

Der größte Vorteil beim Führgeschirr ist, dass es in der Größe stark verstellbar ist. So kann es auch langfristig noch wachsende Hunde begleiten: Der daraus resultierende gute Sitz ist natürlich ein weiterer Vorteil, durch den man das Geschirr auch für sportliche Aktivitäten nutzen kann: Joggen, Rad fahren oder Trailing ist problemlos möglich mit dem Führgeschirr.

Nachteile

Auch Klassiker haben Schwachstellen: Damit es gut sitzt, muss das Führgeschirr ideal eingestellt sein. Das gelingt meistens gut aufgrund der vielen Verstellmöglichkeiten , doch wenn der Rückensteg zu kurz ist, hilft auch das nicht weiter. Achte darauf, dass das Gurtband breit genug ist. Ansonsten kann es bei Belastung schmerzhaft auf den Kehlkopf oder das Brustbein drücken und so zu Verletzungen führen.

Das Y-Geschirr

Dieser Geschirrtyp ist eine Abwandlung des Führgeschirrs, nur dass hier kein Rückensteg vorhanden ist. Die Schlaufen um Hals und Brustkorb treffen sich in einem Punkt, wo auch der Ring für das Einhaken der Leine angebracht ist. Durch diese Konstruktion liegt es meist mehr oder weniger direkt auf den Schulterblättern auf und liegt ebenfalls eng an der Achsel des Hundes.

Vorteile

Dadurch, dass das Y-Geschirr noch ein wenig „enger“ konstruiert ist als das Führgeschirr, ist ein Rausschlüpfen so gut wie unmöglich. Trotzdem lässt es sich einfach anziehen, ohne dass der Hund die Pfoten heben muss: Einfach die Kopfschlaufe überstülpen, den unteren Teil zwischen den Vorderbeinen durchführen und dann die Verschlüsse am Brustkorb schließen, das geht allerdings nur so, wenn zwei Verschlüsse vorhanden sind.

Nachteile

Dadurch, dass das Geschirr „eng“ konstruiert ist und die Gurte knapp liegen – ein guter Sitz ist hier extrem wichtig – können sich Hunde schnell in der Bewegung der Vordergliedmaßen eingeschränkt fühlen. Zusätzlich kann es auch bei falschem Material stark scheuern, auch wenn es theoretisch gut sitzt: Die Folge davon sind kahle Hautstellen oder im schlimmsten Fall sogar Ekzeme.

Das Norwegergeschirr

Auch dieses Geschirr gehört mittlerweile zu den beliebtesten Typen. Es ist im Prinzip ganz einfach konstruiert: Es besteht aus einem waagerechten Brustgurt, der auf beiden Seiten mit dem Rumpfgurt befestigt ist, der hinter den Vorderbeinen einmal um den Brustkorb führt. Meistens befindet sich auf dem Rücken des Hundes noch eine Schlaufe, an dem man den Vierbeiner festhalten kann.

Vorteile

Der größte Vorteil dieser Geschirrkonstruktion ist, dass sämtlicher Druck auf die Brust des Hundes gelenkt wird; empfindliche Bereiche wie der Kehlkopf werden überhaupt nicht belastet. Auch positiv ist, dass es so einfach und schnell an- und ausgezogen werden kann: Man zieht es über den Kopf und schließt den Brustgurt – das war’s. Da es keinen Gurt zwischen den Vorderbeinen hat, ist es auch für empfindliche Hunde gut geeignet, die sich schnell eingeengt fühlen. Zuletzt ist es gut als Alternative zum normalen Geschirr geeignet, wenn der Hund dieses wegen gesundheitlichen Problemen nicht tragen kann, beispielsweise bei frischen Operationsnarben.

Nachteile

Durch die „einfache“ Form gibt es oft zu wenig Einstellungsmöglichkeiten, so dass es nicht für jede Hundefigur-Form passend ist: So leidet zum Beispiel der Tragekomfort, wenn der Brustgurt direkt auf den Schulterblättern oder der Bauchgurt zu weit vorne sitzt. Dazu kommt, dass es wegen dem geringen Körperkontakt schnell rutscht, wenn es nicht perfekt sitzt. Es ist auch weniger für ängstliche oder zappelige Hunde geeignet, da sich diese relativ einfach aus dem Geschirr herauswinden könnten.

Das „Step In“-Geschirr

Dieses Geschirr ist seltener anzutreffen, da es nur bei wenigen Hundearten für die tägliche Nutzung geeignet ist. Es besteht im Grunde aus zwei Schlaufen, die wie eine „Hose“ über die Vorderbeine des Hundes nach oben gezogen werden und über den Schultern verbunden werden.

Vorteile

Der größte Vorteil ist hier, dass es nicht über den Kopf gezogen werden muss: Perfekt also für kopfscheue Hunde. Zusätzlich übt es keinerlei Druck auf die empfindlichen Stellen im Brust- und Halsbereich aus, was besonders bei noch wachsenden, ungestümen Welpen und Junghunden wichtig ist.

Nachteile

Generell ist es eher für kleine, leichte Hunde geeignet: Große und schwere Tiere oder Rassen mit tiefer Brust würden sich dem Geschirr ruckzuck entziehen können. Auch kann es schnell die Bewegungsfreiheit einschränken, selbst wenn es theoretisch gut sitzt. So kommt es auch oft zu Scheuerstellen hinter den Achseln. Darüber hinaus ist das An- und Ausziehen immer ein Unterfangen – besonders, wenn die Hunde es noch nicht gewöhnt sind oder generell eher zappelige Artgenossen sind.

Sattelgeschirr

Diese Geschirre kennen wohl die meisten von Julius K9, die diesen Geschirrtyp bekannt gemacht haben. Im Aufbau ähneln sie dem Norwegergeschirr, nur dass sie auf den Schultern eine breitere Rückenplatte haben. Sie haben deshalb auch ähnliche Vor- und Nachteile.

Vorteile

Ähnlich wie beim Norweger sind hier die Vorteile die Druckentlastung, eine geringe Bewegungseinschränkung und einfaches Anziehen. Zusätzlich sind sie oftmals sehr robust, da sie auch für Wanderungen, das Hochheben des Hundes oder sportliche Aktivitäten konzipiert wurden.

Nachteile

Durch die größere Masse dieses Geschirrtyps wirken sie bei kleinen Hunden oft zu klobig und je nach Wetter kann sich unter dem Sattel auf unangenehme Weise Wärme oder Nässe stauen.

Spezialgeschirre

Zuletzt noch etwas zu Geschirrtypen, die man eher seltener antrifft, zum Beispiel das Sicherheitsgeschirr. Das ist besonders für Hunde geeignet, die sich aufgrund von Angst, Temperament, Aggression oder simpler Gewieftheit aus anderen Geschirren herauswinden. Hier ist zusätzlich am verlängerten Rückenstück ein dritter Gurt angebracht, den man noch hinter dem Brustkorb schließt. Da die Taille schmaler ist als der Brustkorb, kann der Hund hier nicht herausschlüpfen.

Das Zuggeschirr dagegen ist konzipiert für Hunde, die Lasten in jeglicher Form ziehen: Dafür prädestiniert sind vor allem kräftige Rassen wie Berner Sennenhunde, Bernhardiner oder Schlittenhunde. Wenn Ihre Hunde also Schlitten, kleine Wägen oder sonstige Lasten ziehen, benötigen sie ein solches Zuggeschirr.

Zuletzt findet man noch Geschirre, die speziell an die Bedürfnisse einzelner Rassen angepasst sind. Mops-Geschirre besitzen deshalb ein besonders kurzes Rückenstück, Chow Chow Geschirre sind speziell für die breite Brust dieses Hundes konzipiert und Windhund-Geschirre sind angepasst an die schmale Taille dieser Hunde.

Tipps zur Auswahl des richtigen Hundegeschirrs

Quelle Artikelbild: DoraZett / Fotolia.com

 
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4 Meinungen von “Hundegeschirr: Arten, Vor- und Nachteile”

  1. Volker sagt:

    Hallo, es wäre schön, zu jeder Geschirrart ein Beispielbild zu sehen. 🙂

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Volker,

      vielen Dank für den Hinweis. Dies werden wir berücksichtigen.

      Wir wünschen dir einen schönen Dienstag.

      Liebe Grüße,
      dein ZooRoyal Team

  2. Simone Baruschka sagt:

    Welches Geschirr/ Marke trägt z.B. der Aussie hier auf dem Bild?
    Danke für eine Antwort im Voraus. Lg – Simone

    1. ZooRoyal sagt:

      Liebe Simone,

      wir glauben, dass es sich hierbei um ein Hundegeschirr der Firma Annyx handelt.

      Liebe Grüße,
      dein Team von ZooRoyal

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