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(Mangroven-)Krabben im Aquarium

Krabben-im-Aquarium

Wenn du mal etwas anderes in deinem Aquarium ausprobieren möchtest, lohnt sich ein Blick über den „Wasserrand“ hinaus: Krabben können tolle Aquarienbewohner sein und sind ein seltener Anblick, der einen nicht so schnell wieder loslässt. Erfahre hier, was du alles zu diesem Thema wissen solltest.

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Die Mangrovenkrabbe

Damit wir ein konkretes Beispiel für den Aufbau eines solchen Aquariums geben können, haben wir uns die Mangrovenkrabbe herausgesucht. Diese Krabbenart lebt amphibisch, was bedeutet, dass die auch einen ausreichenden Landbereich zum Leben braucht. Besonders diese Kombination macht die Haltung der Krabbe so interessant. Darüber hinaus ist sie spannend zu beobachten und aufgrund ihrer Unkompliziertheit bezüglich Futter und Pflege auch für Anfänger geeignet.

Wichtig ist jedoch, dass das Becken groß genug und ausreichend belüftet ist. Hier ist aber Vorsicht geboten: Krabben sind wahre Ausbruchkünstler, die kleinste ungesicherte Stelle reicht unter Umständen schon aus. Man kann aber Löcher ganz einfach luftdurchlässig mit Schwämmen abdecken. So kommt Luft rein und aus, aber keine Krabbe. Wenn doch mal eine Krabbe entwischt ist, dann sollte man eine flache Schale an einem geschützten Ort aufstellen. Die Krabbe wird das Wasser wittern und sich dorthin aufmachen, wenn es ihr zu trocken wird.

Die Einrichtung des Aquariums

Wichtig zu betonen ist hier, dass es einen Land- und einen Wasserteil gibt. Natürlich ist der Wasserteil größer, aber die Wichtigkeit des Landteils ist nicht zu unterschätzen.

Im Wasser

Den Bodengrund solltest du mit Sand bedecken, den du auch mit gröberem und feinerem Kies mischen kannst. Auf diesen Grund kann man dann noch mit größeren Steinen Verstecke und Erhebungen bauen. Wichtig ist, dass die Krabben genug Höhlen und Versteckmöglichkeiten finden. Das ist wichtig zur Revierbildung und gibt schwächeren Tieren genügend Chancen, dem andern aus dem Weg zu gehen. Natürlich kannst du auch mit Pflanzen arbeiten; es eignen sich besonders gut Hornkraut, Wasserpest, Teichlebermoos und Javafarn. Auch Mooskugeln werden immer wieder gern gesehen. Zusätzlich kann man noch Tonscherben oder andere Deko-Materialien verwenden.

An Land

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Landteil zu gestalten. Wichtig ist dabei, dass die Krabbe ihn stressfrei erreichen kann. Du brauchst also genug Übergänge wie Mangrovenwurzeln, Korkröhren oder ins Wasser ragende Pflanzen. Besonders beliebt sind Mangrovenwurzeln, weil die Krabbe diese abweiden kann und so Nährstoffe aufnimmt. Der Landteil wird mit Blumenerde ausgestreut. Diese kann auch mit Terrarienmulch vermischt werden. Der Bodengrund sollte tief genug sein, da Krabben wahnsinnig gerne buddeln und mit Vorliebe richtige Tunnelsysteme erschaffen. Wichtig ist, dass nichts vom Land-Bodengrund ins Wasser gelangt. Am besten solltest du sie räumlich durch eine Barriere trennen (die die Krabbe natürlich bewältigen können muss). Hier oben kann man jetzt wieder gestalten: Pflanzen z.B. Efeututen, Kletterfeigen oder Zypergras, Steine, deiner Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

Technik und Pflege

Wie bereits erwähnt sind Mangrovenkrabben nicht allzu schwer zu halten, trotzdem sind für sie konstante Lebensbedingungen sehr wichtig. Es wird auf jeden Fall ein Innenfilter benötigt, um das Wasser sauber zu halten, und ein Regelheizer, der das Wasser auf ca. 23°C aufheizen sollte. Immerhin kommen die Krabben ursprünglich aus Südamerika.

Zu den Wasserwerten: Die Karbonhärte sollte zwischen 6 und 8 liegen, der pH-Wert um die 7. Wichtig zu beachten ist, dass Krabben Kupfer, Blei, Pestizide oder ähnliches absolut nicht vertragen können. Also regelmäßig das Wasser testen und die Krabben beobachten, ob sie sich normal verhalten.

Eine spezielle Beleuchtung brauchen die Krabben nicht, sie fühlen sich generell im Dunklen wohler: Also genügend schattige Rückzugsorte schaffen. Die Pflege eines solchen Beckens ist dabei nicht aufwändiger als bei einem normalen Aquarium, es muss lediglich gereinigt werden: Dazu gehört, den Mulm abzusagen und den Filter zu leeren. Jetzt fehlt nur noch die Fütterung der Krabben und fertig ist dein eigenes Krabbenaquarium.

Ein Hinweis zum Schluss: Diese Ideen waren jetzt speziell auf die Mangrovenkrabbe ausgerichtet, aber natürlich kannst du dir auch nur Anregungen rauspicken. Einfach über deine Wunschkrabbe informieren und gucken, was du übernehmen kannst.

Wissenswertes zu Mangrovenkrabben

Bildquelle: Dan Lee / Shutterstock.com

 
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2 Meinungen von “(Mangroven-)Krabben im Aquarium”

  1. Jörn sagt:

    Mit was kann man eigentlich das Wasser heizen? Ich interessiere mich für Harlekinkrabben und ich habe gehört das die Krabben an das Kabel des Heizstabs gehen könnten. Eine zweite frage wäre noch wie man das Wasser filtern kann? Könnten eventuell Wasserpflanzen (Mooskugeln) ausreichen? Danke 🙂

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Jörn

      Das ist eine gute Frage! Viele Aquarianer berichten, dass sich einige ihrer Harlekinkrabben außerordentlich für die Becken befindliche Technik interessieren und sich beispielsweise an Kabeln zu schaffen machen: Natürlich ist das weder für die Lebensdauer deiner Technik noch für die Gesundheit der Krabben förderlich. Eine gute Alternative wäre hier beispielsweise die Nutzung einer Bodenheizung oder eines Durchlauferhitzers: Je nach Modell hast du hier keine Kabel, die für die Krabbe erreichbar sind. Manche Aquarianer meinen übrigens auch, dass eine solche zusätzliche Heizung nicht nötig ist, wenn das Becken in einem Raum steht, der selbst stark beheizt ist.
      Zum Thema Filter: Du solltest hier auf jeden Fall die Hilfe von passender Aquarientechnik in Anspruch nehmen: Je nachdem, wie groß dein Becken ist, könnte auch schon ein Minifilter ausreichen; ganz weglassen solltest Du ihn nicht.

      Liebe Grüße und viel Spaß in Zukunft mit den Krabben 🙂

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