Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Neues Aquarium: Alles zur Planung

Aquarium richtig einrichten - so geht's

Von dem Entschluss, sich ein Aquarium anzuschaffen bis zum Einzug der Fische, vergeht viel Zeit. Doch auch diese Phase ist für viele Neu-Aquarianer sehr spannend, schließlich gibt es jetzt eine Menge zu organisieren. Wie genau du beim Vorbereiten und Einrichten des Aquariums vorgehst, erfährst du hier.

Zu den Aquarien

Planen und Einkaufen

Bevor du losgehst und dir ein neues Aquarium zulegst, solltest du vorab einige Dinge bedenken. Denn eine gute Planung ist entscheidend für den späteren Erfolg deines Projektes „neues Aquarium“.

Dabei musst du unter anderem vorher darüber nachdenken, welche und wie viele Tiere du später in dein Aquarium einsetzen möchtest. Das ist deshalb so wichtig, weil du unbedingt die notwendige Aquarientechnik, die Einrichtung und die Beckengröße auf deine Aquarienbewohner abstimmen solltest. Auch die Fischrassen solltest du bereits vorab auswählen. Denn bei der Vergesellschaftung verschiedener Rassen sollten nicht nur die Umgebungsansprüche der Fische harmonieren, sondern auch der Charakter und die Lebensweise.

Nachdem alle offenen Fragen geklärt sind, kann es endlich ans Einkaufen gehen. Auf der Einkaufsliste steht hier die technische Grundausstattung wie Becken, Beleuchtung, Filter und Heizung, eventuell auch zusätzliche Technik wie CO2-Anlagen oder Skimmer. Natürlich kannst du jetzt auch schon die Einrichtung besorgen, also Bodengrund, Steine, Wurzeln, Holz und Pflanzen. Fische folgen jedoch erst später.

Aufstellen und Einrichten

Wenn du alles Nötige besorgt hast, kannst du auch schon direkt loslegen und damit beginnen, das Becken aufzustellen. Nach dem Auspacken solltest du es zuerst mit Leitungswasser und einem weichen Schwamm reinigen, verzichte dabei auf Reiniger und Putzmittel. Zur Sicherheit solltest du jetzt auch die Nähte überprüfen: Die Silikonfugen dürfen dabei keine Unregelmäßigkeiten aufweisen.

Geeignete Platzwahl

Neues Aquarium_Alles zur Planung_Fotolia_3201478_Subscription_L_Blog_neuAuch der Ort an dem dein neues Aquarium stehen soll, ist entscheidend. Der Platz sollte eben sein und das hohe Gewicht des Aquariums tragen können. Das gilt sowohl für das tragende Möbelstück wie Tisch oder Unterschrank, aber auch für die gesamte Statik des Hauses. Denn ein volles, mittelgroßes Aquarium kann schnell mal 450 kg wiegen. Auch darf das Aquarium keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein, weil dieses zu einem stärkeren Algenwachstum führt.

Unser Tipp: Beim Aufstellen eine dünne Styroporplatte oder Schaumstoffmatte zwischen Becken und Möbel legen: Das gleicht Unebenheiten aus, verhindert Spannungen und sorgt dafür, dass nicht zu viel Wärme nach unten verloren geht.

Der Bodengrund

Steht alles an Ort und Stelle, geht es ans Einrichten – jetzt wird´s kreativ! Zuerst solltest du einen Langzeit-Bodengrunddünger ins leere und trockene Becken einbringen, der vor allem jene Pflanzen versorgt, die die Nährstoffe über ihre Wurzeln aufnehmen. Die nächste Schicht besteht dann aus Bodengrund, meistens Kies oder Sand. Hier solltest du beachten, dass du mit dem Bodengrund die Grundlage für dein späteres Aquarienlayout legst. Der Profitipp: Den Bodengrund nach vorne hin abflachen lassen und bestimmte Bereiche besonders betonen (höher oder tiefer legen).

Passende Dekoration

Nachdem die nötige Technik im (noch trockenen) Aquarium platziert ist, geht es an das Ausstatten des Beckens mit Wurzeln und Steinen, dem sogenannten „Hardscape“. Pass hier auf, die Scheiben des Aquariums nicht zu verkratzen; von innen festgeklebte Pappe an den Scheiben kann sehr hilfreich sein.

Deine harten Deko-Materialien solltest du jetzt nach Belieben positionieren und sie im Bodengrund festdrücken, damit sie im weiteren Verlauf nicht verrutschen. Noch ein paar Tipps von Aquascaping-Profis: Das größte Deko-Element zentral positionieren und insgesamt eine ungerade Anzahl an Steinen und Wurzeln nutzen, so wirkt die Dekoration harmonischer. Außerdem sollten nicht zu viele unterschiedliche Materialien gemischt werden.

Es wird grün

Als nächstes geht es an das „Softscape“, die Aquarienpflanzen. Bevor diese eingesetzt werden, solltest du sie unter laufendem, lauwarmem Leitungswasser waschen und faulige Wurzeln, Blätter und Triebe entfernen.

Neues Aquarium_Alles zur Planung_Fotolia_38593765_Subscription_XLAm einfachsten gelingt das Einsetzen, wenn du im hinteren Bereich deines Aquariums beginnst und dich langsam vorarbeitest. Auch die Pflanzen solltest du gut im Boden verankern (entweder eindrücken oder Kuhlen graben, Pflanze einsetzen und Wurzeln zuschütten). Bei kleinen Pflanzen ist eine Pinzette sehr hilfreich. Ob du das Ganze im trockenen Becken vornimmst oder erst später, wenn schon Wasser eingefüllt ist, bleibt ganz dir überlassen.

Technik installieren

Jetzt wollen wir uns der Technik zuwenden, die dein Aquarium am Laufen hält. Diese wird zwar schon beim Einrichten des Beckens angebracht, wir wollen aber hier genauer darauf eingehen.

Filterung

Der Filter sorgt dafür, dass das Aquarienwasser gereinigt wird und hilft so beim Halten der optimalen Wasserwerte. Du hast hier die Wahl zwischen Innen- und Außenfiltern und solltest ihn natürlich erst einschalten, wenn du das Becken mit Wasser befüllt hast.

Heizung

Ob du eine Heizung brauchst, hängt natürlich von deinen Tieren ab; die meisten sind jedoch wärmeres Wasser gewöhnt und benötigen deshalb eine Aquarienheizung. Meistens werden Heizstäbe benutzt, die unkompliziert an der Beckenwand eingehängt werden. Wichtig ist hier, dass er sich an einer Stelle befindet, an der das Wasser gut zirkuliert, damit das gesamte Wasser erhitzt wird und nicht nur eine bestimmte Stelle. Alternativ kann man auch Bodenfluter oder Filter mit integrierter Heizung nutzen.

Beleuchtung

Auch die zu installierende Beleuchtung hängt stark von den Bedürfnissen deiner Tiere und Pflanzen ab, denn sie ist nicht nur dazu da, dein Becken ins rechte Licht zu setzen; sie trägt stark zum Wohlbefinden der Aquarienbewohner bei. Dieses Thema sollte man unbedingt ausgiebig behandeln, da es viele unterschiedliche Leuchtmittel und Beleuchtungsformen gibt. Darüber hinaus lohnt sich auch die Anschaffung einer CO2 Anlage, die das Pflanzenwachstum unterstützt.

Wasser marsch

Neues Aquarium_Alles zur Planung_Fotolia_47805811_Subscription_XL_Blog_neuNach der Technik kommt nun endlich das Wasser. Du solltest dir allerdings ganz sicher sein, dass du das Becken nicht mehr bewegen möchtest. Damit das Einfahren schneller geht, lohnt es sich, das Leitungswasser vorher mit einem geeigneten Wasseraufbereiter zu behandeln. Du solltest beim Befüllen vorsichtig vorgehen, damit deine bisherige Arbeit nicht komplett zunutze gemacht und der Bodengrund zu stark aufgewirbelt wird. Ein guter Tipp ist hier, eine flache Schale auf den Boden zu setzen und langsam das 24 bis 26°C warme Wasser mit einem kleinen Becher einzufüllen, bis der Wasserstand über den Teller reicht. Von jetzt an kann das Wasser langsam mit einem Eimer eingefüllt werden.

Aquarium einfahren und Fische einsetzen

Wenn du mit allem fertig bist, ist dein Aquarium offiziell fertig eingerichtet, das bedeutet aber nicht, dass jetzt schon die Fische drankommen: Erst muss sich das Aquarium „einfahren“. Das bedeutet, dass sich im Wasser und Filter bestimmte nützliche Bakterien ansiedeln, die für die Aufrechterhaltung der Wasserwerte zuständig sind; auch der Nitritpeak ist abzuwarten. Das ist meistens nach mindestens zwei Wochen der Fall – Wassertests helfen beim Finden des geeigneten Zeitpunktes. Bis dahin haben sich auch auftretende Trübungen gelegt und eventuell abgeworfene Pflanzenteile regeneriert, so dass nach der Einfahrphase endlich die Fische einziehen können.

Diese sollten behutsam eingesetzt werden, denn sie müssen sich erst an die im Becken herrschende Temperatur gewöhnen: Dazu einfach die geöffneten Fischbeutel in das Aquarium hängen und nach etwa einer Viertelstunde die Fische in das Beckenwasser umsiedeln. Zur Sicherheit sollte man hier darauf achten, möglichst wenig „Beutelwasser“ in das Beckenwasser gelangen zu lassen – hilfreich ist ein Kescher.

Hilfreiche Tipps zum neuen Aquarium

Quelle Artikelbild: Sergii Figurnyi / Fotolia.com

 
War der Artikel hilfreich?
55
9

3 Meinungen von “Neues Aquarium: Alles zur Planung”

  1. Werner sagt:

    Danke für diesen informativen Artikel.

    Gruß
    Werner

  2. Andreas sagt:

    Ein guter, ausführlicher Text zum Thema. Dass der Nitritpeak zwar angesprochen wird, aber nicht erklärt, könnte Anfänger allerdings etwas verwirren. 🙂

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Andreas,

      danke für deine ehrliche Meinung. Wir schauen, ob wir den Beitrag noch mal überarbeiten können ;).

      Liebe Grüße,
      dein ZooRoyal Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.