Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Pferdefütterung im Winter: Artgerechte Ernährung

pferdefütterung_im_winter
Pferde verbringen das ganze Jahr über viel Zeit im Freien und sind – je nach Haltungsweise – den Wetterbedingungen mehr oder weniger stark ausgesetzt. Um dafür zu sorgen, dass sie gesund und wohlbehalten durch den Winter kommen, muss bei der Fütterung einiges beachtet werden. Alle wichtigen Informationen findest du hier.

Erhöhter Nährstoffbedarf im Winter

Wenn es auf den Winter zugeht, ändert sich für unsere vierbeinigen Lieblinge einiges: Nicht nur wird das Gras auf der Weide zucker-, eiweiß- und vitaminärmer, auch sind die Vierbeiner rund um die Uhr kälteren Temperaturen ausgesetzt – was einen erhöhten Energiebedarf bedeutet. Außerdem durchlaufen sie den Fellwechsel. Auch dieser führt zu einem erhöhten Bedarf von Energie, Mineralien und Vitaminen.

Die Menge an zusätzlichen Energiequellen ist an Faktoren wie Rasse, Fellbeschaffenheit, Gesundheitszustand und Fettreserven gekoppelt. Natürlich kannst du dein Pferd zusätzlich eindecken und in den bedeutend wärmeren Stall stellen, dennoch benötigt es auch dann im Winter eine andere Ernährung als im Sommer. Als verantwortungsvoller Pferdebesitzer musst du dafür sorgen, dass alle Nährstoffmängel durch gezielte Zufütterung ausgeglichen werden, so dass dein Liebling munter und gesund durch den Winter kommt.

Raufutter: Heu und Stroh für gesunde Pferde

Keine andere Futterkategorie ist für das Pferd so wichtig wie Raufutter, welches unter anderem Heu und Stroh beinhaltet. Im Winter ist Heu besonders wichtig, da frisches Weidegras nicht auf dem Speiseplan steht. Achte auf eine möglichst hohe Qualität des Raufutters, da minderwertiges Heu nicht nur weniger Nährstoffe enthält und die Verdauung nicht ausreichend ankurbelt, sondern auch Auslöser für ernste, langwierige Krankheiten sein kann, die sich teilweise erst Monate später zeigen.
Um eine ausreichende Versorgung mit Raufutter zu gewährleisten, sollte dein Pferd möglichst dauerhaften und uneingeschränkten Zugang zu hochwertigem Heu haben. Als Grundregel kalkuliert man für einen durchschnittlichen Heuverbrauch pro Tag bei einem ausgewachsenen Pferd ca. 1,5 kg Heu plus Stroh je 100 kg Pferdegewicht. Wenn nicht ausreichend gutes Heu da ist, um den täglichen Bedarf an Raufutter abzudecken, kannst du auch auf hochwertiges Futterstroh zurückgreifen, das eiweißarme Energie liefert und satt macht. Darüber hinaus liefert es wertvolle Mineralstoffe und dient Pferden als Polsterung, da es sie beim Schlafen in kalten, feuchten Nächten angenehm wärmt.
Um eine einseitige Versorgung mit Heu oder einen Mangel an Nährstoffen, bedingt durch mangelnde Nährstoffe im Raufutter, auszugleichen, lohnt sich der Einsatz von separat zugefütterten Kräutern und Vitaminen.

Saftfutter: Quelle lebenswichtiger Vitamine

Da man im Winter auf Paddocks und Weiden kein frisches, saftiges Gras findet, solltest du diesen Mangel mit Saftfutter ausgleichen. Hierbei geht es vor allem darum, lebenswichtige Vitamine zu liefern, die in Obst und Gemüse enthalten sind. Gut geeignet sind beispielsweise Karotten, Rübenschnitzel, Äpfel oder auch mal rote Beete oder Bananen. Achte darauf, dass du beim Saftfutter auf Abwechslung setzt: Das verhindert nicht nur einen Mangel an Vitaminen, sondern sorgt auch dafür, dass das Fressen nie langweilig wird.

Kraftfutter: Pellets, Müsli und Hafer als Energielieferanten

Je nachdem, wie der körperliche Zustand deines Pferdes ist beziehungsweise wie du mit deinem Vierbeiner arbeitest, benötigt es im Winter Kraftfutter, um seine Energiereserven immer wieder aufzufüllen. Unterlässt man diese Zufütterung, kann es zu Abmagerung und Auftreten von Schwächesymptomen kommen.
Besonders beliebt sind Pellets, Müslis und Hafer als gut verträgliche Energielieferanten. Wie viel du deinem Pferd davon täglich anbietest, solltest du vorab gut bedenken, denn individuelle Faktoren spielen hier eine entscheidende Rolle: Wenn du beispielsweise im Winter nicht viel mit dem Pferd arbeitest, braucht es weniger Energie als ein Tier, das Tag für Tag unter dem Sattel läuft. Wichtig ist auch, dass du darauf achtest, wie der Rohfaser- und Stärkegehalt des Kraftfutters ist, denn beide wirken sich direkt auf den Organismus aus. Grundsätzlich gilt dabei, dass rohfaserreiche Energielieferanten den stärkereichen Lieferanten vorzuziehen sind, da Stärke (beispielsweise aus Mais) schwer verdaulich ist und somit zusätzliche Energie kostet.
Eine gern im Winter wahrgenommene Alternative stellen Zuckerrüben-Zubereitungen dar, die vor der Fütterung eine gewisse Zeit lang in Feuchtigkeit quellen. Hebt man vor der Fütterung noch ein wenig Weizenkleie unter und rundet die Futtermischung mit Salz, Mineralfutter oder Kräutern ab, ergibt das eine leckere, rohfaserreiche, stärkearme Mahlzeit, die eine Menge Energie liefert. Übrigens bieten sich auch verschiedene Öle an, um eine Futterportion mit Energie anzureichern.

Mash: Leicht verdauliche Pferde-Mahlzeit

Um dem Pferd im Winter eine warme Mahlzeit anbieten zu können, eignet sich Mash optimal. Dieser Mix aus Weizenkleie, der – je nach Sorte – mit Traubenzucker, Leinsamen, Apfeltrester, Karottenraspeln, Haferflocken oder rote Beete ergänzt und mit warmem Wasser zubereitet wird, ist leicht verdaulich und regt die Verdauung an. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein vollwertiges Pferdefutter, sondern vielmehr um eine leckere, warme Zwischenmahlzeit, die nicht öfter als zwei, drei Mal pro Woche angeboten werden sollte.

Vitaminversorgung von Pferden im Winter

Zwar stellen Vitamine natürlich keine eigene Futterkategorie dar, ein paar Dinge sollen hier aber trotzdem erklärt werden, da die Vitaminversorgung im Winter ein wichtiger Punkt ist. Grundsätzlich nimmt das Pferd die meisten Vitamine mit dem Verzehr von Gras und dessen Wurzeln auf ─ was im Winter natürlich entfällt. Zwar lassen sich einige Vitamine über die vermehrte Aufnahme von Raufutter ausgleichen, manche können so jedoch nicht abgedeckt werden. In einem solchen Fall – besonders dann, wenn das Pferd auch im Winter trainiert wird – solltest du Ergänzungsfutter zufüttern, welches dafür sorgt, dass der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ausreichend gedeckt wird. Es gibt im Handel eine Vielzahl an Produkten, die unterschiedliche Mischungen enthalten und auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Auch unterscheidet sich von Produkt zu Produkt die Form der Futterergänzung, denn es gibt sie als Pellets, Pulver oder in flüssiger Form. Dein Tierarzt oder andere erfahrene Pferdebesitzer können dir dabei helfen, das passende Nährstoffpräparat für dein Pferd auszusuchen.

Artgerechte Ernährung in den Wintermonaten

Die Ernährung deiner tierischen Lieblinge sollte stets artgerecht, abwechslungsreich und gesund sein. Gerade im Winter sind die Vierbeiner auf deine Hilfe angewiesen und brauchen eine vollwertige und kräftigende Nahrung. Wenn du unsere Tipps beherzigst, kommen deine Tiere sicherlich fit und munter über den Winter und können sich schon wieder auf den Frühling, saftige grüne Wiesen und die ersten Sonnenstrahlen freuen.

Quelle Artikelbild: artofnoise / Fotolia.com

 
War der Artikel hilfreich?
11
2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.