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Jagdtrieb bei Hunden: Tipps zur Abgewöhnung

Hunde jagen
Das Jagdverhalten von Hunden ist genetisch verankert und je nach Rasse und Zucht mehr oder weniger stark ausgeprägt. Doch was den Vierbeinern Glücksgefühle beschert, erfreut noch lange nicht das Herrchen. Hunden den Jagdtrieb abzugewöhnen gehört zu den schwierigsten Kapiteln der Erziehung, wie du dies am besten anstellst erfährst du hier.

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Was bedeutet Jagdtrieb bei Hunden?

Von einem Jagdtrieb spricht man, wenn ein Hund die Geruchsspuren eines Tieres aufnimmt und die Beute verfolgt. Ist der Vierbeiner dabei erfolgreich, setzt bei einem möglichen Fluchtvorhaben des Gejagten der sogenannte Hetztrieb ein, bei dem nicht zwingend der Jagderfolg zielführend sein muss, sondern auch alleine die Verfolgungsjagd das Highlight sein kann.

Angeborener Jagdtrieb bei Hunden

Die meisten Hunde haben von Natur aus einen Instinkt zum Jagen von Beute. Denn die natürliche Eigenschaft des Jagens stammt von den Urahnen ab. Wölfe waren darauf angewiesen, sich ihre Nahrung vollkommen selbstständig mittels der Jagd zu beschaffen. Bei einigen Vierbeinern ist der Jagdtrieb ausgeprägter als bei anderen. Alleine das bloße Hetzen eines Tieres lässt das Herz der Fellnasen höher schlagen. Sobald sich die Beute nicht mehr in realistischer Reichweite befindet, brechen viele Hunde die Jagd ab. Andere geben hingegen erst dann auf, wenn sie selbst vollkommen erschöpft sind. Bei der Erziehung benötigst du in diesen Fällen ausreichend Geduld, Durchsetzungsvermögen und unterschiedliche Maßnahmen. Abstellen lässt sich das Jagdverhalten zumeist nicht, wohl aber kontrollieren und in geordnete Bahnen lenken.

Wenn der Jagdtrieb zur Gefahr wird

Ein unkontrollierter Jagdtrieb kann für Mensch und Tier zur tödlichen Gefahr werden. Gehetzte Rehe oder beispielsweise Katzen geraten in Panik, und wenn ein Hund wildert, dann macht er im Rausch auch vor schnellen Autos nicht halt. Ab dem sechsten bis achten Lebensmonat setzt der Jagdtrieb der Vierbeiner ein. Sowohl umherfliegendes Laub als auch Fliegen und Schmetterlinge bieten einen gelungenen Spiel- und Jagdspaß. Gewöhnst du deinem treuen Begleiter derartige Aktivitäten nicht ab, so wird er sich immer weiter in diesen Jagd- und Hetztrieb hineinsteigern.

Hunde von der Jagd abhalten

Es ist ohne Zweifel eines der herausforderndsten Kapitel der Hundeerziehung. Eine verlässliche Methode gibt es nicht. Die Glückshormone, die der Hund bei der Jagd verspürt, sind unvergleichbar. Was zur Erziehung des einen Vierbeiners geeignet ist, gilt noch lange nicht für den anderen. Du musst dich für die Sache öffnen und mit viel Einfühlungsvermögen herantasten. Selbst dann, wenn es dir gelingt, den Jagdtrieb durch Erfahrung und Lerneinheiten einzudämmen, musst du mit dem Training weiterhin fortfahren und das Gelernte immer wieder auffrischen.

Hundeschule: Mit Respekt und Bindung zum Erfolg

Dein Vierbeiner muss sich an dir orientieren, immer wieder prüfen, ob du noch in seiner Nähe bist und auf dein Wort gehorchen. Angemessenes Verhalten solltest du stets belohnen. Läuft dein Hund bei einem Spaziergang weg, so kannst du die Situation nutzen, um dich selbst zu verstecken. Deine plötzliche Abwesenheit wird ihn verunsichern. Die Fellnase wird sich auf die Suche nach dir machen und dich mit der Zeit nicht mehr aus den Augen lassen. Es entsteht eine feste Bindung zwischen euch, die dir gleichzeitig eine bessere Kontrolle verschafft.

Nutze eine Schleppleine, um deinem Hund zu verdeutlichen, wo er hingehört. Das Motto lautet: Freiheiten gewähren und trotzdem die Kontrolle behalten. Die Leine sollte strapazierfähig und nicht zu schmal sein. Wichtig ist auch, dass du ein Brustgeschirr verwendest, um auf diese Weise Halswirbelverletzungen oder andere gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Zu empfehlen sind Produkte aus Leder oder Biothane. Diese sind sehr reißfest und von erstklassiger Qualität. Wichtig ist zudem auch deine eigene Körperhaltung. Um deinen geliebten Vierbeiner fest im Griff zu haben, musst du standfest und konzentriert sein. Die Schleppleine signalisiert dem Vierbeiner, dass er sich in der Nähe des Rudels – folglich in deiner Nähe – aufhalten soll. Schlägt der Vierbeiner beim Spaziergang einen Richtungswechsel ein, so solltest du ihm in ruhigem Ton angewöhnen, dies zu unterlassen. Bevor die Leine überhaupt erst anspannt, rufst du deinen treuen Begleiter bei Fuß und belohnst sein Kommen mit einem Lob oder einem Leckerli.

Auch der Einsatz einer Hundepfeife ist zu empfehlen, da diese gerade bei größeren Distanzen erfolgsbringend ist. Sollte sich dein Hund stur stellen, dann wechsele umgehend die Richtung und verzichte auf jegliche sprachliche Kommunikation. Bleib bei dieser Trainingsmethode stets konsequent und vor allem geduldig.

Spieltrieb von Hunden nutzen

Du kannst die Aufmerksamkeit deines Hundes ideal mit Suchspielen auf dich fokussieren. Ebenfalls geeignet sind Apportierübungen und Wettrennen. Der Vierbeiner wird schnell merken, dass du ihm reichlich Abwechslung und Freude bereitest. Auch die lobenden Worte, Streicheleinheiten und Leckerlis signalisieren ihm, dass es sich lohnt in deiner Nähe zu bleiben. Wird dein Hund durch eine Katze oder ein Wildtier abgelenkt, zeigst du ihm ganz einfach mittels Spielzeug, Futter-Dummy oder Apportierübung eine Alternative auf, die mit einer verlockenden Belohnung einhergeht.

Die Jagd mit Hunden

Während der beiden Weltkriege kam die englische und französische Jagdhundezucht zum Erliegen. Die meisten Vierbeiner wurden aufgrund der Nahrungsknappheit getötet. In England entschied man sich nach Kriegsende schließlich dafür, Deutsch-Kurzhaar-Hunde zu importieren, die als gun dogs anerkannt wurden. Auch manch andere Meute konnte in ihrem Artenbestand wieder aufgestockt werden, verlor jedoch durch den erheblich reduzierten Wildbestand an Bedeutung. Noch heute existiert in England die Jagd mit Hunden. Durch landschaftliche Veränderungen bedingt, sind schnelle und große Hunde jedoch nicht mehr so hoch im Kurs wie kleine, langsam jagende Vierbeiner. Unblutige Reitjagden sind auch in Deutschland sowie Frankreich nach wie vor beliebt. Die Abgabe von geeigneten Hundewelpen erfolgt mittlerweile jedoch beinahe ausschließlich an Jäger.

Das Highlight bist fortan du

Wenn dein Hund eine ausgeprägte Jagdleidenschaft besitzt, dann brauchst du viel Geduld und das nötige Durchsetzungsvermögen. Eine sichere Methode, um den Vierbeinern das Jagen abzugewöhnen, gibt es nicht. Nichtsdestotrotz kannst du deinem treuen Begleiter angewöhnen, sich auf dich zu fokussieren, sodass die Jagd auf Wild, Katzen oder Vögel mit der Zeit mehr und mehr in den Hintergrund rückt. Das Highlight bildest fortan du. Beschäftige deinen Hund mit Apportier- und Suchspielen oder beispielsweise Futter-Dummys und stärke so die Bindung zwischen euch beiden und unterbinde so gleichzeitig den zumeist lästigen Jagd- und Hetztrieb.

Tipps zur Gewöhnung des Hundes an die Leine

Quelle Artikelbild: kerounaty / Fotolia.com

 
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