Ein Unternehmen der REWE
 Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
 Wir sind für Sie da 0221/1773-1000
 25 Jahre Erfahrung im Bereich Heimtierbedarf
Sie sind hier:

Perserkatze: Langhaarkatze mit Pflegebedarf

perserkatzeDie Perserkatze ist für ihr langes Fell und ihr flaches Gesicht bekannt. Sie hat ein ruhiges und anschmiegsames Wesen und wird gerne als Hauskatze gehalten. Erfahre hier, wie ihre artgerechte Haltung für ein glückliches und zufriedenes Leben aussehen sollte.

Zum Fellpflege-Sortiment

Steckbrief:
Gattung: Langhaarkatze
Größe: mittelgroß
Fellfarbe: alle möglich
Gewicht: Kater bis 7kg, Katze bis 6kg
Lebenserwartung: 13-18 Jahre

Herkunft und Zucht

Der Name der Rasse lässt es schon vermuten, dass die schöne Samtpfote aus dem früheren Persien stammt – diese These ist allerdings nicht bewiesen. Entstanden ist die Rasse vermutlich aus einer Kreuzung der türkischen Angorakatze und der russischen langhaarigen Hauskatze, welche beide das für Perserkatzen charakteristische dichte und lange Fell besitzen. Die ersten Perserkatzen kamen Anfang des 17. Jahrhunderts nach Europa, haben jedoch mit der heutigen Mieze nicht mehr viel gemein. Damals war sie weniger gedrungen und die Nase war weniger flach. Auch wurde sie als Luxusobjekt betrachtet und war somit ein Zeichen von Macht und Wohlstand. Durch sich verändernde Zuchtstandards haben sich die charakteristischen Merkmale im Laufe der Zeit jedoch verändert. Durch die Massenzucht in den USA im 20. Jahrhundert wurde versucht der steigenden Nachfrage gerecht zu werden – allerdings ohne Rücksicht auf gesundheitliche Veränderungen. Der Trend zu flacheren Nasen beeinträchtigte die Atmung des Tieres stark, der gedrungene Körperbau schränkte die Agilität ein. In den letzten Jahren wird jedoch vermehrt versucht, die Schönheit der Perserkatze und die Gesundheit der Tiere zu kombinieren und in Einklang zu bringen.

Das Wesen der Perserkatze

Die oft als „Diva“ bezeichnete Perserkatze hat ein sehr ruhiges und liebenswertes Wesen. Sie ist verschmust, Fremden tritt sie jedoch mit Zurückhaltung gegenüber. Spielen und Klettern sind für die Langhaarkatze eher zweitranging. Auch auf ausgiebige Spaziergänge verzichtet sie lieber. Wann und von wem der Perser gestreichelt wird, entscheidet der kleine Dickkopf am liebsten selbst. So kann es auch vorkommen, dass sie sich ablehnend verhält, wenn sie zum Kuscheln gedrängt wird.

Aussehen und Merkmale der Perserkatze

zooroyal-ratgeber-rasseportrait-perserkatze-696x400

Die Perserkatze gehört zu einer mittelgroßen Art der Langhaarkatzen. Charakteristisch ist natürlich das Fell des Persers, das bis zu 10cm lang sein kann und seidig glänzend ist. Dichte flauschige Unterwolle sorgt für die besondere Fülle. Um den Hals hat die Samtpfote oft eine löwenähnliche Fellkrause. Der Fellfarbe und -zeichnung sind allerdings keine Grenzen gesetzt. Sie hat einen stämmigen und gedrungenen Körperbau, mit einer breiten Brust- und Schulterpartie und kurzen kräftigen Beinen. Der Kopf ist groß und rund, die Ohren klein und enganliegend. Ein weiteres bekanntes Merkmal ist die kurze abgeflachte „Stupsnase“, die in Europa etwas länger sein darf (bis 1,5cm), damit das Tier keine Atemprobleme hat. Die Perserkatze hat große, runde Augen, die farblich dem Fell ähneln. Der Schwanz ist relativ kurz und sehr bauschig.

Die Colourpoint (auch Himalayan oder Maskenperser genannt) ist eine farbliche Variante der Perserkatze, die die Färbung aus der Kreuzung mit einer Siamkatze hat, alle weiteren Merkmale entsprechen jedoch der Perserkatze.

Haltung und Pflege

Aufgrund ihres ruhigen Wesens ist die Perserkatze eine fantastische Familienkatze. Kinder, Hunde oder andere Katzen sind für sie keine Störfaktoren – im Gegenteil, bei langer Abwesenheit ist die Anschaffung einer Zweitkatze sogar empfehlenswert. Obwohl die Perserkatze sich vertrauten Menschen sehr verschmust gegenüber verhält, kann sie auf fremde Personen abweisend reagieren, daher ist oft wechselnder Besuch eher ungünstig.
Die Pflege einer Perserkatze erfordert viel Zeit und Geduld. Das lange Fell kann schnell verfilzen und muss daher mindestens einmal täglich gebürstet werden. Es ist von Vorteil, bereits die Jungkatze an das Bürsten zu gewöhnen, damit es für das Tier und den Besitzer nicht zu einer unangenehmen Prozedur wird. Sollte das Fell an einigen Stellen doch verfilzen, hilft leider nur der Griff zur Schermaschine. Da die Augen der Mieze oft tränen, ist täglich mehrfaches Abwischen mit einem feuchten Tuch oder die Behandlung mit Augentropfen wichtig.

Rassetypische Krankheiten

Durch verschiedene Zuchtstandards und Überzüchtungen leiden viele Perserkatzen durch ihre kurzen Nasen an Atemschwierigkeiten und verengten Tränenkanälen. Diese können verstopfen und sich entzünden. Sogenannte Entropien (Einwärtsdrehung des Lieds) kommen bei dieser Katzenrasse ebenfalls vor. Genetisch bedingt ist außerdem die Erkrankung an Nierenzysten. Deshalb sollte beim Kauf einer Perserkatze besonderes Augenmerk auf den Züchter und die Elterntiere gelegt werden.

Diese Samtpfote ist ein ruhiger und verschmuster Zeitgenosse, der jedoch auch Zeit und Geduld für die richtige Pflege benötigt. Sie ist eine tolle Familienkatze und kommt mit anderen Katzen, Hunden oder Kindern wunderbar zurecht, hat aber auch ihren eigenen Kopf. Dies liegt allerdings in der Natur einer jeden Samtpfote.

Wissenswertes zur Perserkatze

Quelle Artikelbild: Anja Vesper / Fotolia.com

 
War der Artikel hilfreich?
18
2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.