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Das Katzencafé Schnurrke in Köln

Die ersten Gäste warten bereits vor der Öffnungszeit des Katzencafés Schnurrke in Köln Neustadt sehnsüchtig darauf, den tierischen Bewohnern des Ladens endlich zu begegnen. Freundlich schließt Inhaberin Sabrina Szabo die Türen auf und die Wartenden stürmen munter herein. Ein freudiges Lächeln breitet sich auf ihren Gesichtern aus, als die getigerte Betty zum Vorschein kommt, um die Besucher auf samtigen Pfoten zu begrüßen. Im Hintergrund ertönt leise Jazzmusik und die Gäste genießen die Nähe der Stubentiger bei einem frischen Kaffee und leckerem Kuchen.

Was ist überhaupt ein Katzencafé?

Katzencafés wie das Café Schnurrke werden immer beliebter. „Ein Katzencafé ist im Prinzip ein ganz normales Café“, sagt Sabrina. „Nur mit der Besonderheit, dass es hier eben auch Katzen gibt!“ Seit Anfang 2014 gibt es das Schnurrke, auf die Idee dafür ist Sabrina durch ihre Nachbarn gekommen: „Sie waren damals im Urlaub in Japan. Als sie wieder zurückkamen, erzählten sie mir von den Katzencafés dort.“ Schon lange hatte sie den Wunsch, sich selbstständig zu machen, allerdings fehlte hierfür die richtige Idee. Doch mit einem Katzencafé schien das perfekte Konzept gefunden zu sein. „Zuerst war ich mir allerdings nicht sicher, ob ein solches Café auch in Deutschland möglich wäre, da es zu diesem Zeitpunkt noch keines hier gab. Doch dann entdeckte ich das in Wien und dachte mir ‚Wenn das in Österreich funktioniert, geht das bestimmt auch in Deutschland!‘“

Gino guckt zur Tür raus

Der Alltag im Schnurrke

Und so zogen Ende 2013 der lockere Gino, die verspielte Betty und die „älteren Damen“ Emma und Tiga nach Köln. Alle vier stammen aus Spanien und waren dort Straßenkatzen. Eine Tierschutzorganisation suchte sie aus und brachte sie direkt von Spanien nach Köln. Das Schnurrke bietet also nicht nur den Kunden Spaß und eine wohlige Kuschelzeit, sondern setzt sich gleichzeitig für das Wohl heimatloser Streuner ein. Doch vor dem Einzug der Vierbeiner war noch einiges zu regeln. Das Veterinäramt, das zuvor noch nie mit einer solchen Situation konfrontiert wurde, verlangte einige Auflagen, die Sabrina Szabo in ihrem Café erfüllen sollte. Ein Muss waren zum Beispiel ein abgeschirmter Thekenbreich, den die Katzen nicht betreten dürfen und eine Schleuse mit zwei Eingangstüren, damit sie nicht so schnell das Weite suchen können. Ebenso sollte sie belegen können, dass sie eine wahre Katzenexpertin ist. Außerdem musste eine artgerechte Einrichtung her.

Diese Regeln hat Sabrina sich zu Herzen genommen und so sieht man beim Hereinkommen zuallererst die große Theke, die durch Glasscheiben vom Ladenraum abgeschirmt ist. Vorne ist eine kleine schließbare Luke ausgespart, durch die Essen und Getränke gereicht werden können. An den Wänden verläuft durch das gesamte Café ein „Catwalk“, eine Art Holzsteg, auf dem die Katzen das Geschehen auch von oben aus beobachten und ihr kleines Königreich überblicken können. Zahlreiche Kratzmöbel und Spielmöglichkeiten breiten sich im Laden aus und man fühlt sich auf Anhieb wohl. Die Möbel sind bunt durcheinander gewürfelt. Tiga huscht über alte Sofas und Sessel mit Blümchenmuster und durch bunt bemalte Tischbeine stabiler Holztische.

Spielen mit tiga

Die vier Samtpfoten lieben das Leben im Schnurrke und die Aufmerksamkeit der Besucher. Doch sie sind immerhin Katzen und so lassen sie sich nicht immer alles gefallen. „Natürlich kann es schon mal vorkommen, dass es ihnen zu viel wird, das zeigen sie aber auch direkt. Wenn man den ganzen Tag gestreichelt wird, reicht es einem irgendwann, auch als Katze“, sagt Sabrina und lacht dabei. „Es sind aber sehr offene Katzen, die gerne mit Menschen zusammen sind. Das war auch die Voraussetzung, unter denen sie für das Café ausgewählt wurden.“ Wenn die Katzen die Nase voll von dem Cafétrubel haben, können sie zu ihrem eigenen Ruheraum tigern, zu dem den Gästen der Zutritt verwehrt bleibt.

Bei einer kurzen Unterbrechung unseres Gesprächs mit Sabrina Szabo kommt Werner, ein Stammgast des Café Schnurrke, zu Emma, die sofort Sabrinas Stuhl belagert, nachdem sie aufgestanden ist – typisch Katze eben. „Ich komme sehr oft hierher und bringe den Katzen Futter mit. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen und bin froh, dass es das Katzencafé gibt“, sagt der Rentner. Emma genießt währenddessen die Streicheleinheiten und die ungeteilte Aufmerksamkeit.

Emma schläft auf dem Stuhl

Doch die Katzen sind nicht immer so ruhig wie Emma, die auf dem Stuhl eingeschlafen ist. „Tiga rennt immer den Papierknäuelchen hinterher, das macht sie sehr gerne. Wenn man die durch den Laden wirft, dann rennt sie auch über die Tische, egal ob da Geschirr steht“, berichtet Sabrina. Der Alltag im Café kann manchmal ganz schön aufreibend sein: „Es hat mal jemand einen riesigen Hund mitgebracht. Aber erst als die Gäste schon saßen habe ich gemerkt, dass Tiga komisch dort hinguckt und sogar schon in Kampfstellung war. Da habe ich dann gesehen, dass da ein wirklich großer Hund saß“, erinnert sich Sabrina und schüttelt lachend den Kopf.

Auf den Tischen ist neben den Hausregeln auch die Speisekarte zu finden. Im Schnurrke kann man ausschließlich vegetarische und vegane Speisen und Getränke bestellen, und das hat auch einen Grund. Sabrina Szabo hat sich bewusst dafür entschieden, da sie selber Vegetarierin ist und ihr das Wohl der Tiere am Herzen liegt. „Dadurch, dass wir die Katzen aus dem Tierschutz haben und diesen auch unterstützen, würde es für mich unlogisch sein, wenn man dann Fleisch anbietet“, sagt sie. Aber keine Angst – das gilt nicht für die Katzen, die ihr Futter im Ruheraum serviert bekommen.

Hausregeln Schnurrke

Langsam verlassen die Gäste von morgens das Café wieder. Der Kuchen hat geschmeckt und überall an ihren Hosen hängen Katzenhaare. Bei einer Sache sind sie sich alle einig: das wird nicht der letzte Besuch im Schnurrke gewesen sein!

Das Katzencafé ist ein wunderbarer Platz für Katzenfans und solche, die es noch werden wollen. Gino, Emma, Betty und Tiga sind wie geschaffen für den Alltag mit den vielen verschiedenen Menschen und lassen sich durch (fast) nichts aus der Ruhe bringen. Inhaberin Sabrina Szabo kümmert sich mit viel Herzblut um die vier Samtpfoten und ihre Gäste und hat sich mit dem Katzencafé einen echten Traum erfüllt. Wer also aus Köln oder Umgebung kommt oder dort zu Besuch ist, sollte sich einen Besuch im Schnurrke auf keinen Fall entgehen lassen! Miau!

Das gesamte Interview mit dem Katzencafé Schnurrke.

 
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