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Somali Katze im Rasseportrait

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Somali KatzeHerkunft und Rassegeschichte

Die Somali Katze ist eine sehr elegante Halblanghaarkatze. Sie ist aus der Abessinier Katze hervorgegangen, die sich lediglich durch ihr kurzes Fell von der Somali unterscheidet. Ihre Namen, sei es Abessinier oder Somali, deuten einen nord-ostafrikanischen Ursprung an. Doch gibt es hierfür keine Belege. Vielmehr stammen beide ursprünglich – wie jede normale Hauskatze – von der Falbkatze ab. Zunächst wurde die Abessinier Katze in England als Rassekatze herausgezüchtet. Wahrscheinlich unter Einkreuzung von Siamkatzen wurde sie bereits im 19. Jahrhundert auf das Aussehen einer Wüstenkatze hin gezüchtet. Der Zoologie-Professor und Katzenkenner Friedrich Schwangart kennzeichnet bereits 1954 die Abessinier Katzen als „keine Exoten aus Afrika, sondern ein in manchen Stücken den dortigen Wildkatzen ähnelndes englisches Zuchtprodukt.“

Man kann der Abessinier oder Somali nun gerade nicht absprechen, dass sie von beeindruckender Eleganz und Schönheit sind. Sie bringen also alles mit für eine angenehme feline Begleiterin. Weil man zusätzlich eine Variante mit längerem Haar wollte, entstand aus der Abessinier die so genannte Somali Katze, die bis heute denselben Standard mit ihr teilt. 1970 begann man in den USA, diese Katze mit dem längeren Fell gezielt zu züchten. Welche Katzen man hierfür in die Abessinier einkreuzte, ist leider nicht dokumentiert. Die Somali Katze wurde 1981 von der Fédération Internationale Féline anerkannt. Trotz ihres sehr attraktiven Aussehens ist sie in Deutschland nach wie vor recht selten geblieben.

Beschreibung

Die Somali Katze ist eine kleine bis mittelgroße Katze mit halblangem Haar. Sie hat einen geschmeidigen, schlanken aber muskulösen Körperbau. Sie soll laut Standard eine gut entwickelte Brust vorweisen. Kater werden 4 bis 5, Katzen 3 bis 4 Kilogramm schwer. Das Fell ist kurz, fein und geschlossen. Es soll beim Anfassen federnd sein. Sie hat eine spezielle Genvariante, die im Ergebnis den seidigen Eindruck des Fells hervorruft. Die Züchter nennen das Ticking. Bei einem getickten Fell weist jedes einzelne Haar mehrere Bänderungen auf. Das Fell insgesamt zeigt aber keine Zeichnung außer eben einer changierenden, seidigen Struktur. Als anerkannte Farben zählen alle Wildfarben sowie blau, sorrel, beige-fawn, jeweils auch mit Silbervarianten. Die Somali hat auffallend große Ohren. Ihr Kopf ist keilförmig, die Augen sind groß.

Charakter und Wesen

In ihrer Erscheinung ist die Somali eine Diva. Von ihrem Wesen her ist sie aktiv, sprunggewaltig und ausdauernd, quasi eine Leichtathletin. Sie ist unter den Katzen das Gegenteil eines Couch-Potatoes. Sicher nimmt sie auch regelmäßig ihre Schlafeinheiten und kuschelt gerne mit Frauchen und Herrchen, doch am liebsten hat sie es sportlich. Sie ist keine Katze für Berufstätige, die den ganzen Tag außer Haus sind oder Menschen, die ihre Ruhe mit einer Katze teilen wollen. Dagegen freut eine Somali Katze sich, wenn sie mit Kindern oder Hunden spielen kann. Sie macht viel Freude, wenn man Freude daran hat, ihre lebensbejahenden, munteren Erkundungen und Klettereien zu teilen. Sie ist keine Schoßkatze, kann aber verschmust und anhänglich sein.

Haltung

Die Somali Katze braucht geeignetes Spielzeug und vor allem viele Klettermöglichkeiten. Bei gutem Wetter streunert sie gerne durch den Garten. Sie kann aber auch in der Wohnung gehalten werden, wenn sie genug Klettermöglichkeiten, Spielzeug und vor allem Spielpartner hat. Empfehlenswert ist ihre Haltung als Gruppe. Somalis sind umgänglich und vertragen sich problemlos mit anderen tierischen Hausgenossen – vorausgesetzt beide Seiten haben die Chance, sich aneinander zu gewöhnen.

Erziehung

Die Somali Katze ist intelligent, anhänglich und lässt sich gut erziehen. Stammt sie von einem seriösen Züchter, der Elterntiere und Kitten gut betreut und sozialisiert hat, so wird sie sich von selber in die Regeln und Gewohnheiten ihrer Familie einfügen. Mit etwas Anleitung wird sie schnell und problemlos stubenrein.

Pflege und Gesundheit

Die Somali Katze ist pflegeleicht. Das Fell der Somali Katze muss lediglich hier und da gebürstet werden.

Rassetypische Krankheiten

Etliche bei Rassekatzen typischen Erbkrankheiten können auch bei Somali oder Abessinier Katzen verbreitet sein. Zudem können sie an erblich bedingtem Pyruvatkinasemangel (PK), einer Stoffwechselerkrankung, leiden. Eine Behandlung ist nicht möglich. Eine weitere Stoffwechselerkrankung, Renale Amyloidose (RA) ist ebenfalls verbreitet sowie Progressive Retina-Atrophie (PRA), eine Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann.

Ernährung/Futter

Die Somali Katze ist in der Regel ein für Katzenverhältnisse problemloser Kostgänger.

Lebenserwartung

Eine Somali Katze, gesund und ohne allzu große Inzucht gezüchtet, kann 12 bis 15 Jahre alt werden.

Somali Katze kaufen

Willst du dir eine Somali Katze zulegen, so solltest du vor Ort beim Züchter darauf achten, dass Elterntiere und Kitten in guten Verhältnissen insbesondere mit einer engen sozialen Anbindung an die menschliche Familie aufwachsen. Du solltest dir den Stammbaum anschauen. Hier sollte keine Ahne zweimal vorkommen, um allzu starke Inzucht auszuschließen. Beide Elternteile sollten unbedingt negativ auf die bei Somalis üblichen Erbkrankheiten getestet sein. Seriöse Züchter geben dies von sich aus bei ihren Annoncen an. Selbstverständlich sollten die Kätzchen mehrfach geimpft, entwurmt und gechipt sein. Somali Katzen Kitten aus einer seriösen Zucht sollten um die 800 Euro kosten.

 


Christoph JungChristoph Jung Lebt fast sein ganzes Leben lang zusammen mit Katzen und gut das halbe zusätzlich mit Hunden. Bei seinem Biologie-Studium an der Uni Bonn zählten Katzen zu seinem Schwerpunktthema. Sein Perserkater Champi wurde 23 Jahre alt. Da seine Husky-Hündin Mary Jagd auf Katzen macht, muss er derzeit schmerzlich auf die Schmuser verzichten. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


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