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Kartäuser Katze im Rasseportrait

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Kartäuser KatzeHerkunft und Rassegeschichte

Die Kartäuser Katze zählt zu den ältesten gezielt gezüchteten Hauskatzen. heute wird sie auch Chartreux genannt. Bereits in Schriften des ausgehenden Mittelalters wird die Blaue als eher langhaarige Katze beschrieben. Als „Chat des Chartreux“ oder „Cartheuserkatze“ wird sie in den ältesten Werken der Zoologie der Neuzeit dokumentiert. Vielleicht ist sie neben der Perserkatze die älteste Rassekatze überhaupt. Der Name Kartäuser leitet sich möglicherweise von ihrer typischen schwarz-bläulichen Fellfarbe ab. Sie erinnerte früher an die Farbe der Arbeitskutten der Mönche. Die Geschichte der Kartäuser Katze ist eng mit der British Blue, die heute als ein Farbschlag der Britisch Kurzhaar Katze geführt wird, verbunden. Bis in die 1970er Jahre bildeten Kartäuser und British Blue einen gemeinsamen Genpool.

Es war reine Ermessenssache, ob ein Züchter seine Kitten als Kartäuser und als British Blue anbot. Es blieb dieselbe Katze. Erst später begann die Zucht, aus Marketinggründen eine Trennungslinie zu ziehen und zwei separate Rassen auszurufen. Für beide neuen Kreationen wurden bestimmte Unterscheidungsmerkmale quasi aus dem hohlen Bauch ersonnen und seither gezielt angezüchtet. Die Kartäuser-Katze blieb in ihrer Gestalt bei einer eher schlanken Hauskatze, erhielt zugleich einen etwas unnatürlich schmalen Kopf mit sehr großen Augen. Die British Blue wurde eher kompakt, gedrungen gezüchtet mit einem breiten, runden, fast plüschigen Kopf. Bei ihrer Gründung 1949 hat die Fédération Internationale Féline als eine ihrer ersten Amtshandlungen die Kartäuser Katze anerkannt. In Verbindung mit der Aufspaltung der Rasse in Kartäuser und British Blue wurde der Standard 1977 überarbeitet.

Beschreibung

Die Kartäuser Katze ist eine mittelgroße Hauskatze. Sie hat einen kräftigen aber zugleich schlanken Körperbau mit einer breiten, gut entwickelten Brust. Kater werden 6 bis 7, Katzen 4 bis 5 Kilogramm schwer. Das Fell ist glänzend und üppig im Wuchs. Sie hat ein doppeltes Fell bei dem die Haare stehen. Dabei soll das Unterfell an der Basis leicht wollig sein. So fordert es der Standard. Sie muss immer eine einheitliche Fellfarbe haben. Als Farben sind lediglich Blautöne erlaubt, da aber alle. Diese können von einem hellen bis zu einem ganz dunklen Blaugrau reichen. Weiße Haare wie grüne Augen sind nicht erwünscht. Eine Kartäuser Katze etwa mit leuchtenden gelben Augen ist wie ihre Schwester, die British Blue, eine ausgesprochen elegante sowie eindrucksvolle Erscheinung.

Charakter und Wesen

Die Kartäuser ist im Wesen eine sehr ausgeglichene Katze. Sie hat noch ein gutes Stück angenehme Wildheit in sich, ist zugleich einfach lieb und sucht die Nähe zu ihren Menschen. Zu ihm kann sie eine enge Bindung entwickeln. Sie ist eine richtige Familienkatze. Kartäuser Katzen bewegen sich gerne in der Natur wie jede Hauskatze, jedoch ist ihr Drang hierzu nicht so stark entwickelt. Sie fängt auch schon einmal eine Maus, wenn die Gelegenheit günstig ist. Geeignetes Katzenspielzeug ist ihr aber ebenso recht. Sie ist sehr schmusig und man mag sie alleine schon ob ihrer lieben, zutraulichen Erscheinung und ihres flauschigen Fells besonders gerne streicheln und kuscheln. Sie mag das auch. Kartäuser sind ausgesprochen umgänglich und vertragen sich problemlos mit anderen tierischen Hausgenossen – vorausgesetzt beide Seiten hatten die Chance, sich aneinander zu gewöhnen.

Haltung

Die Kartäuser Katze ist eine ideale Hauskatze. Sie eignet sich sehr gut für die Wohnung. Ideal, aber nicht Bedingung, ist, wenn ein Garten oder ein größeres Areal hinzukommen. Im Gegensatz zu einer normalen Hauskatze, wird sich die Kartäuser in aller Regel nie weit vom Haus entfernen. Bei einem unkastrierten Kartäuser Kater auf Brautschau weiß man das allerdings nie. Die Kartäuser Katze muss aber nicht unbedingt ein Freigänger sein, um sich wohl zu fühlen. Sie ist anspruchslos und genügsam hinsichtlich ihrer Haltungsbedingungen, braucht aber die innige Beziehung zu ihren Zweibeinern. Das gemeinsame Erleben mit den Menschen oder den tierischen Partnern in ihrer Familie liebt sie.

Erziehung

Die Kartäuser Katze lässt sich gut erziehen. Stammt sie von einem seriösen Züchter, der Elterntiere und Welpen gut betreut und sozialisiert hat, so wird sie sich von selber in die Regeln und Gewohnheiten ihrer Familie einfügen. Mit etwas Anleitung wird sie schnell und problemlos stubenrein. Kartäuser brauchen lange, zuweilen bis zu zwei Jahre, um richtig erwachsen zu werden.

Pflege und Gesundheit

Das Fell der Kartäuser Katze kann hie und da gebürstet werden; mehr braucht es nicht. Das Fellbürsten kann man mit etwas Gefühl und Geschick zu einem Ritual der sozialen Bindung machen, das Katze wie Menschen emotional sehr gut tut.

Rassetypische Krankheiten

Zuweilen ist Inzucht ein Problem. Einige bei Rassekatzen typische Erbkrankheiten können auch bei Kartäuser Katzen auftreten.

Ernährung/Futter

Die Kartäuser ist in der Regel ein für Katzenverhältnisse problemloser Kostgänger.

Lebenserwartung

Eine Kartäuser Katze, gesund gezüchtet, kann problemlos 12 bis 15 Jahre alt werden.

Kartäuser Katze kaufen

Willst du dir eine Kartäuser Katze zulegen, so kannst du dich zunächst auch in Tierheimen umschauen. Vor Ort beim Züchter solltest du darauf achten, dass Elterntiere und Welpen in guten Verhältnissen insbesondere mit einer engen sozialen Anbindung an die menschliche Familie aufwachsen. Du solltest dir den Stammbaum anschauen. Hier sollte keine Ahne zweimal vorkommen, um allzu starke Inzucht auszuschließen. Beide Elternteile sollten unbedingt negativ auf die bei Rassekatzen üblichen Erbkrankheiten getestet sein. Seriöse Züchter geben dies von sich aus bei ihren Annoncen an. Selbstverständlich sollten die Kätzchen mehrfach geimpft, entwurmt und gechipt sein. Ein seriös gezüchteter Kartäuser Katze Welpe sollte um die 700 Euro kosten.

 


Christoph JungChristoph Jung Lebt fast sein ganzes Leben lang zusammen mit Katzen und gut das halbe zusätzlich mit Hunden. Bei seinem Biologie-Studium an der Uni Bonn zählten Katzen zu seinem Schwerpunktthema. Sein Perserkater Champi wurde 23 Jahre alt. Da seine Husky-Hündin Mary Jagd auf Katzen macht, muss er derzeit schmerzlich auf die Schmuser verzichten. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


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