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Burma Katze im Rasseportrait

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Burma KatzeHerkunft und Rassegeschichte

Die Burma Katze ist eine Variante der Siamkatze von der sie im Wesentlichen auch abstammt. Sie sieht in etwa wie eine Siamkatze des früheren Typs aus, der noch nicht so extrem schlank gezüchtet wurde, wie es bei den meisten heutigen Siams ist. Die Burmakatze darf nicht mit der Heiligen Birma Katze verwechselt werden. Die Birma-Katze ist eine kleine bis mittelgroße Katze mit mittellangem, plüschigem Haar. Da Birma und Burma beide alte Namen des heute „Myanmar“ genannten Staates in Südostasien sind, kommt es hier leicht zu Verwechslungen. Die Burmakatze soll der Legende nach zumindest zum Teil aus dem heutigen Myanmar stammen, wurde jedoch erst in den USA als solche kreiert und gezüchtet.

Der Erzählung nach stammen alle Katzen aus einer einzigen Verpaarung einer angeblich aus Burma importierten Hauskatze mit einem Siamkater. Diese soll in den USA 1932 stattgefunden haben. 1955 kamen deren Abkömmlinge auch nach England und 1960 erhielt diese Kreuzung als „Burmakatze“ die erste Anerkennung durch die Fédération Internationale Féline. Zuchtformen und Standards der Burma Katze weichen allerdings in den verschiedenen Staaten rund um den Globus auch heute noch erheblich voneinander ab. So kann es vorkommen, dass der Burma-Champion der einen Organisationen von einer anderen Katzenzüchterorganisation nicht einmal als Burmakatze anerkannt wird. In Deutschland wird sie bereits seit 1969 gezüchtet, ist aber bis heute eine sehr seltene Rassekatze geblieben.

Beschreibung

Die Burmakatze ist eine kleine bis mittelgroße Kurzhaarkatze. Auffällig sind die seidige Textur ihres Fells sowie ihre speziellen Farbvariationen. Sie ist wie die Siam und viele andere auch eine Point Katze. Die Fellfarben werden durch eine Mutation erzeugt, einen so genannten partiellen Albinismus, Akromelanismus genannt. Die Fellfarbe ist aufgrund der Folgen dieses Gendefektes aufgehellt, während an den kühleren Regionen des Körpers wie Gesicht, Ohren, Beine, Schwanz die sogenannten Points entstehen, die dunkler gefärbt sind.

Dieser Effekt ist bei der Burma allerdings nur abgeschwächt vorhanden, da sie eine spezielle Variante dieser Mutation, das so genannten Burma-Gen, in sich trägt. Die Kitten werden mit heller Farbe geboren und dunkeln erst später nach. Bei der Burma sind zehn verschiedene Farben anerkannt: Neben einfarbigem Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme und Blau sind auch die zweifarbigen Kombinationen Braun-Tortie, Blau-Tortie, Chocolate-Tortie und Lilac-Tortie in ihrer Farbpalette aufgeführt. Das Fell ist sehr kurz und fein, eng anliegend, seidig und glänzend. Es hat eine sehr dünne Unterwolle. Kater wiegen 5 bis 6 Kilogramm, Katzen 4 bis 5.

Charakter und Wesen

Die Burmakatze hat ein menschenbezogenes, freundliches und sanftes Wesen. Sie ist lieb und sucht die Nähe ihrer Menschen. Zu ihnen kann sie eine enge Bindung entwickeln. Sie ist eine gute Familienkatze. Natürlich sind auch bei einer Burma die Triebe des Beutegreifers Katze noch lebendig. Sie hat wache Sinne und gute Reflexe und spielt gerne und ausgiebig. Hierzu bietet der Handel eine Menge geeigneter Katzenspielzeuge wie etwa eine Spielangel oder einen Federstab. Damit können sie ausgiebig herumtollen. Burmesen bewegen sich gerne einmal in der Natur, jedoch ist ihr Drang dazu im Vergleich zu anderen Katzenrassen nicht sonderlich stark entwickelt. Burmas „sprechen“ gerne mit ihren Menschen. Manche Burmakatzen folgen Herrchen oder Frauchen wie ein Hündchen.

Haltung

Die Burma Katze ist eine ideale Katzenrasse für die Wohnung. Sie ist sehr anspruchslos und genügsam hinsichtlich ihrer Haltungsbedingungen, braucht aber die innige Beziehung zu ihren Zweibeinern. Die Burma liebt das gemeinsame Erleben mit den Menschen oder den tierischen Partnern in ihrer Familie. Sie muss kein Freigänger sein, um sich rundum wohl zu fühlen, will aber nicht gerne lange alleine gelassen werden. Gerne hat sie eine passende Zweitkatze an ihrer Seite. Burmakatzen sind ausgesprochen umgänglich und vertragen sich sehr gut mit anderen tierischen Hausgenossen. Allerdings sollten beide, Katze oder Kater und zum Beispiel ein Hund, mit etwas Geduld aneinander gewöhnt worden sein.

Erziehung

Die Rasse lässt sich gut erziehen. Stammt sie von einem seriösen Züchter, der Elterntiere und Kitten gut betreut und sozialisiert hat, so wird sie sich von selber in die Regeln und Gewohnheiten ihrer Familie einfügen. Mit etwas Anleitung werden Burmesen bereits als Kitten schnell und problemlos stubenrein.

Pflege und Gesundheit

Das seidige Fell der Burma Katze sollte regelmäßig gebürstet werden. Es ist jedoch pflegeleicht da es wegen der fehlenden Unterwolle nicht zum Verfilzen neigt.

Rassetypische Krankheiten

Teiklweise kann es bei zu starker Inzucht zu Immunschwächen, Kränklichkeit und verkürzter Lebenserwartung kommen. Bei dieser Rasse gibt es eine Reihe von züchterisch verbreiteten Erbkrankheiten, die bei einigen Katzen auftreten können. Eine Dokumentation hierzu ist jedoch nicht bekannt.  

Ernährung/Futter

Die Burma Katze ist in der Regel ein für Katzenverhältnisse problemloser Kostgänger.

Lebenserwartung

Eine Burmakatze, sorgfältig und gesund gezüchtet, kann mehr als 12 Jahre alt werden. Inzucht verkürzt die Lebenserwartung drastisch. In manchen Porträts wird berichtet, Burmas hätten die höchste Lebenserwartung aller Rassekatzen. Das ist jedoch nicht nachgewiesen.

Burma Katze kaufen

Willst du dir eine Burmakatze zulegen, solltest du beim Züchter darauf achten, dass Elterntiere und Kitten in guten Verhältnissen insbesondere mit einer engen sozialen Anbindung an die menschliche Familie aufwachsen. Du solltest dir den Stammbaum anschauen. Hier sollte keine Ahne zweimal vorkommen, um allzu starke Inzucht auszuschließen. Seriös gezüchtete Burma Kitten sollten um die 800 Euro kosten.

 


Christoph JungChristoph Jung Lebt fast sein ganzes Leben lang zusammen mit Katzen und gut das halbe zusätzlich mit Hunden. Bei seinem Biologie-Studium an der Uni Bonn zählten Katzen zu seinem Schwerpunktthema. Sein Perserkater Champi wurde 23 Jahre alt. Da seine Husky-Hündin Mary Jagd auf Katzen macht, muss er derzeit schmerzlich auf die Schmuser verzichten. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


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