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Shiba Inu im Rasseportrait

2008
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Shiba InuHerkunft und Rassegeschichte: Kleinste japanische Hunderasse

Der Shiba ist eine uralte japanische Hunderasse. Man nennt ihn auch Shiba Inu oder Shiba Ken. Inu und Ken meint auf japanisch „Hund“, Shiba soll, so eine Erklärung, soviel wie „klein“ bedeuten. Tatsächlich ist der Shiba die kleinste der sechs von der FCI anerkannten japanischen Hunderassen. Die historischen Shiba Inu waren allerdings noch kleiner als die heutigen und vor allem kurzläufiger. Sie dienten in den Bergdörfern als Hofhunde und für die Jagd auf kleineres Wild. Die Shiba sind dann beinahe ausgestorben. Um 1930 herum begannen die Bemühungen, diese Hunderasse zu erhalten, wiederzubeleben und gezielt zu züchten. 1934 wurde der offizielle Standard verabschiedet. Die Japaner schätzen ihre Hunde. Seit 1937 ist der Shiba dort offiziell als Nationales Naturdenkmal anerkannt. Wie alle japanischen Hunderassen steht auch der Shiba dem Stammvater Wolf genetisch besonders nahe.

Beschreibung: Uriger Urtyp

Der Shiba Inu wird zur Gruppe der asiatischen Spitze und Hunde vom Urtyp gezählt. Man sieht es ihm an. Er hat tatsächlich die Ausstrahlung eines kleinen, urigen, wolfsähnlichen Hundes. Vieles erinnert genauso an einen Fuchs, besonders dann, wenn es sich um einen plüschigen Shiba mit rötlichem Farbton handelt. Der Shiba hat kleine Stehohren. Die Rute trägt er meist hochgerollt über dem Rücken. Der Shiba ist ein echter Naturbursche, der sich auch locker mal ein paar Tage auf eigenen Beinen im Wald durchschlagen könnte. Er ist muskulös und hat eine enorme Sprungkraft, was unter seinem dichten, plüschigen Fell schnell übersehen wird.

Charakter und Wesen: Starker Wille

Der Shiba Inu hat ein selbstbewusstes, in sich ruhendes Wesen. Er ist alles andere als ein Hektiker und trotzdem sehr rege und aufgeweckt. Er beobachtet seine Umgebung scharfsinnig. Wenn man einen Hund mit archaischem Charakter und starker Ausstrahlung sucht, der zugleich als anspruchsvoller Begleithund taugt, ist man beim Shiba Inu genau richtig. An Anfänger stellt er allerdings hohe Anforderungen. Denn er hat eine starke eigenständige Persönlichkeit, an der sich Frauchen und Herrchen erst einmal messen müssen. Man muss solch starke Hundepersönlichkeiten mögen. Sie sind eine ständige Herausforderung: Einerseits muss sich der Hund an die Regeln der Menschen halten und sich seinem Frauchen und Herrchen mindestens in den wichtigen Alltagssituationen zuverlässig unterordnen. Andererseits will man seine Persönlichkeit keineswegs brechen. Man will sie sich entfalten lassen und sich an ihren Ecken und Kanten erfreuen. Diese natürliche Autorität muss man sich erarbeiten. Der Lohn ist eine fantastische, innige, anhängliche Freundschaft. Der Shiba lässt sich dann gut führen. Im Allgemeinen ist er lebhaft, unternehmungslustig, anhänglich und führig. Er kann aber auch mutig und kühn sein. Zugleich kann er auch einmal längere Zeit ruhig auf einem Platz verharren. Der Shiba ist immer noch ein stückweit Jagdhund. Er kann sehr hoch springen und fängt mit erstaunlichem Geschick quasi im Vorbeigehen Mäuse oder Vögel. Man erlebt hautnah die scharfen, wölfischen Instinkte, die noch in ihm lebendig sind. Deshalb hat er auch keinen ausgeprägten „Will-to-please“. Apportieren ist nicht sein Ding – genau wie andere Aufgaben, deren Sinn er nicht einsieht. Er will seine täglichen, ausgiebigen Spaziergänge. Doch Hundesport ist nicht sein Ding. Entsprechend seiner archaischen Natur bellt der Shiba wenig. Er hat aber eine breite Palette an Lautäußerungen. Er ist ausgesprochen wachsam. Der Shiba hat im wahrsten Sinne des Wortes alle Sinne beisammen. Fremden gegenüber ist er reserviert. Seinen Menschen gegenüber ist er ein sehr liebenswerter Hund, der zugleich seinen Artgenossen gegenüber nicht bedingungslos tolerant und freundlich auftritt.

Haltung: Problemlos

Der Shiba Inu ist eine bisher noch wenig verzüchtete Hunderasse. Er ist robust und pflegeleicht. Lediglich sein Fell braucht etwas Pflege. Bei Hitze sollte man auf größere Herausforderungen verzichten. Da kommt der besondere Aufbau seines Fells ins Spiel. Er hat ein plüschiges Fell mit geradem Deckhaar und sehr feiner Unterwolle. Die Unterwolle verliert er zweimal im Jahr. Will man nicht überall in der Wohnung oder im Auto Haarbüschel haben, muss man ihm während dieser Zeit immer wieder das Fell gründlich bürsten. Glücklicherweise haben seine Haare keinen Widerhaken, so dass man sie leicht absaugen kann. Der Shiba tut seinen Teil dazu. Er ist für einen Hund sehr reinlich. Ihm wird eine katzenähnliche Sauberkeit nachgesagt. Zudem riecht sein Fell von Natur aus kaum, selbst dann nicht, wenn es nass geworden ist.

Erziehung: Freundliche Konsequenz und Überzeugungskraft

Die Erziehung des Shiba erfordert vor allem freundliche Konsequenz. Man muss seinen eigenwilligen Charakter mögen, ihn respektieren, so wie er ist. Das heißt nicht, dass man alles durchgehen lassen sollte. Ganz im Gegenteil, man muss es als Herausforderung annehmen, diesen Hund zu überzeugen, die Führung durch Herrchen und Frauchen anzuerkennen. Er will das auch, aber er ist kein Hund, der sich gerne unterordnet, nur weil es seine Menschen so wollen. Er will den Sinn der Übung verstehen. Respektiert man ihn aus innerer Überzeugung heraus, so ist der Shiba gut zu erziehen und leicht zu führen.

Familientauglichkeit

Der Shiba Inu eignet sich sehr gut als Familienhund. Er kann sich auch in einer kleinen Wohnung wohlfühlen. Auch mit Kindern versteht er sich bestens. Andere Haustiere, zum Beispiel Katzen, sind in der Regel kein Problem.

Pflege und Gesundheit

Fellpflege

Das Fell ist pflegeleicht, wobei ein- bis zweimal Bürsten pro Woche, gerne auch gegen den Strich, für ein gepflegtes Aussehen sorgt. Die Unterwolle verliert er zweimal im Jahr. Speziell nach dem Winter löst sich ein großer Teil der dicken Unterwolle. In der Zeit des Fellwechsels stellt häufiges Kämmen des Hundefells eine zwingende Pflicht dar. Der Shiba verliert dabei etliche Haare. Das dauert etwa zwei bis vier Wochen.

Rassetypische Krankheiten

Für den Shiba gibt es keine rassetypischen Krankheiten. Man sollte allerdings darauf achten, dass keine Inzucht vorliegt

Ernährung/Futter

Die Ernährung des Shiba ist problemlos.

Lebenserwartung

Ein seriös gezüchteter Shiba ohne Inzucht kann 12-15 Jahre alt werden.

Shiba Inu kaufen

Hat man für diese Hunderasse Feuer gefangen, so sollte man sich mit Bedacht auf die Suche nach einer Zuchtstätte machen, die idealerweise dem VDH angeschlossen ist. Bitte kaufe einen Welpen nur vor Ort beim Züchter. Informiere dich über diese Hunderasse gründlich. Nimm frühzeitig Kontakt zum Züchter vor Ort auf und besuche ihn am besten noch vor dem geplanten Wurf. Die Kosten für einen Shiba Inu liegen bei rund 1000 Euro.

 

 


Christoph JungChristoph Jung Seit seiner Kindheit gehören Hunde zu den besten Freunden des Hundeforschers. Die Beziehung Mensch – Hund ist für ihn ein faszinierendes Thema, das ihn täglich beschäftigt und für das er sich auch öffentlich engagiert. Aus seiner täglichen Forschung entstand das Buch „Tierisch beste Freunde“. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. Wer sich für diese Rasse interessiert, dem ist das Buch „Shiba der kleine Japaner mit dem grossen Lächeln “ sehr zu empfehlen.

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