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Rhodesian Ridgeback im Rasseportrait

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Rhodesian RidgebackHerkunft und Geschichte

Der Rhodesian Ridgeback ist die einzige anerkannte Rasse aus dem südlichen Afrika. Der Ursprung der heute so beliebten Hunde liegt dabei in Zimbabwe (früher Rhodesien). Eingesetzt wurde der Ridgeback für die Großwildjagd und wird im Englischen auch „African Lion Dog“ genannt, da er selbst dem König der Tiere unerschrocken die Stirn bot. Die Hunde der Einheimischen wiesen bereits häufig den typischen Ridge auf und waren für ihre Jagdqualitäten bekannt. Mit den Kolonialherren kamen schließlich andere Hunderassen nach Rhodesien, darunter Doggen und Mastiffs. Aus den Kreuzungen zwischen den lokalen und mitgebrachten Rassen entwickelte sich ein zäher und ausdauernder Hund: der Rhodesian Ridgeback. Er galt als unerschrockener, mutiger Wach- und Jagdhund. Obwohl ihn seine Eignung zum Helfer bei der Großwildjagd berühmt gemacht hat und er in vielen Teilen der Welt noch jagdlich geführt wird, ist er in Deutschland erstaunlicherweise nicht als Jagdgebrauchshunderasse anerkannt.

Rassebeschreibung

Der Rhodesian Ridgeback ist ein sehr muskulöser und wendiger Hund mit ausgesprochen hoher Ausdauer. Sein Markenzeichen ist der „Ridge“, ein Haarkamm auf dem Rücken, der von den Schultern bis zu den Hüfthöckern reicht. Dieser ca. 5 cm breite Kamm entsteht dadurch, dass die Haare hier entgegen der eigentlichen Wuchsrichtung wachsen. Streng genommen handelt es sich bei dem Ridge um eine leichte Form der Spina bifida. Hunde ohne Ridge wurden früher direkt nach der Geburt getötet.

Größe

Bei Rüden ist eine Größe von 63-69 cm wünschenswert. Hündinnen sind hingegen meist etwas kleiner mit einer Widerristhöhe von 61-66 cm.

Gewicht

Rüden sollten ein Gewicht von rund 36,5 kg aufweisen, Hündinnen sind mit 32 kg meist ein wenig zierlicher und leichter.

Farben und Fellbeschaffenheit

Laut Rassestandard reicht die Farbpalette von hell weizenfarben bis rot weizenfarben. Ein wenig weiße Behaarung an der Brust oder an den Zehen ist erlaubt. Das Haarkleid sollte dicht, glatt und glänzend sein. Der Ridgeback hat keine Unterwolle.

Charakter und Wesen

Die Rasse gilt als überaus intelligent und lernwillig. Der Vierbeiner verweigert aber mitunter seine Mitarbeit, wenn er unter Druck gesetzt wird oder bei übertriebener Strenge des Hundeführers. Er ist sensibel und kann manchmal durchaus seine sture und eigenwillige Seite hervorkehren.  Insbesondere, wenn sich ihm eine Aufgabe nicht erschließt. Bedingt durch seinen Einsatz bei der gefährlichen Jagd sind ihm Selbständigkeit, Mut und Mitdenken in die Wiege gelegt. Er eignet sich als Wachhund, aber auch als Begleiter für aktive Familien. Bei entsprechender Sozialisation und Erziehung sind Ridgebacks ausgesprochen kinderlieb.

Haltung

Wer in den Weiten Afrikas zu Hause war, der fühlt sich in kleinen Wohnungen oder einem Zwinger so gar nicht wohl. Der Ridgeback braucht viel Platz und Bewegung. Ein Haus mit Garten bei einer aktiven Familie wäre darum wünschenswert. Neben reichlich Auslauf und anderer körperlicher Beschäftigung, liebt der Ridgeback auch geistige Herausforderungen. Während Hitze ihm übrigens weniger zu schaffen macht, können ihm Kälte oder Regen durchaus zusetzten. Immerhin hat der Ridgeback keine Unterwolle, die ihn wärmt. Eine dauerhafte Haltung im Freien ist darum unangebracht.

Erziehung

Hundeerfahrung ist bei dieser Rasse definitiv von Vorteil aber kein striktes Muss. Halter sollten jedoch bereit sein, insbesondere in den ersten 2-3 Jahren, viel Entwicklungshilfe zu leisten und den sensiblen Vierbeiner solide und konsequent zu erziehen. Dabei  sollte der Arbeits- und Zeitaufwand nicht unterschätzt werden. Jagd- und Schutztrieb müssen nämlich unbedingt in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Schließlich ist der Ridgeback sehr eigenständig und löst Konflikte ansonsten selbst. Zudem reagiert der sensible Hund auf Veränderungen in seinem Umfeld viel feinfühliger und früher als sein Mensch, weshalb eine gewisse Weitsicht seitens seines Halters wünschenswert ist.

Pflege und Gesundheit

Rhodesian RidgebackFellpflege

Der Ridgeback ist nicht sehr pflegeintensiv. Regelmäßiges Bürsten reicht bei seinem kurzen Haarkleid in der Regel vollkommen aus, um Schmutzpartikel und Staub zu entfernen und das Fell zum Glänzen zu bringen. Zudem haart die Rasse nur sehr wenig.  Gebadet werden sollte der Hund nur in Ausnahmefällen und ausschließlich mit hochwertigen Pflegeprodukten, die rückfettend wirken und die Hautflora nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

Doch zur Pflege gehört weitaus mehr, als nur ein schönes Fell. Maul und Zähne verdienen ebenso Aufmerksamkeit und sollten gesund erhalten werden. Reinigende und leckere Kauartikel oder tägliches Zähneputzen können dabei helfen. Auch Ohren, Augen, Pfoten und Krallen gehören regelmäßig kontrolliert und sollten bei Bedarf gereinigt werden.

Bei der täglichen Pflege kann der Rhodesian Ridgeback zudem ganz nebenbei noch auf Auffälligkeiten, wie Verletzungen, Parasiten oder Hautveränderungen hin untersucht werden. Je schneller Probleme erkannt werden, umso schneller sind sie auch wieder aus der Welt geschafft.

Rassetypische Krankheiten

Obwohl die Löwenfänger aus Rhodesien als sehr robust und gesund eingestuft werden, kommen bei ihnen dennoch einige Erkrankungen etwas gehäuft vor. So zum Beispiel die unter vielen Hunderassen verbreitete Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie. Gene, die für den typischen Ridge verantwortlich sind, stehen zudem im Verdacht, mit weiteren Genen gekoppelt zu sein, welche Dermoidzysten (auch bekannt als Dermoidsinus) verursachen. Zu erkennen als kleine trichterförmige Einstülpungen der Haut. Neurologische Erkrankungen, wie Degenerative Myelopathie, Schilddrüsenprobleme oder auch Taubheit können ebenfalls vorkommen.

Rhodesian RidgebackErnährung und Futter

Der Rhodesian Ridgeback ist kein Kostverächter und frisst ausgesprochen gern. Daher neigt er leider etwas zu Übergewicht.  Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist darum zur Gesunderhaltung des Vierbeiners enorm wichtig. Jede Fütterungsart hat dabei ihre ganz eigenen Vorzüge. Ob am Ende Nassfutter, Trockenfutter oder BARF (Rohfütterung) bevorzugt wird, hängt zum einen von den Vorlieben des Hundes, zum anderen von den Überzeugungen seines Besitzers ab.

Qualitativ hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil, knackigem Gemüse und Obst sind ideal. Viele Füllstoffe, wie beispielsweise Getreide sollten hingegen nicht übermäßig enthalten sein. Auch auf Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Farbstoffe kann getrost verzichtet werden. Das Beste sollte für den Ridgeback eigentlich gerade gut genug sein.

Lebenserwartung

Besitzer können sich auf eine Lebenserwartung ihres Vierbeiners von rund 10-12 Jahren freuen. Allerdings erreicht der Ridgeback so eine schöne Lebensspanne nur bei artgerechter Haltung, hochwertiger Ernährung und viel Beschäftigung, die in fit und gesund erhalten. Außerdem sollte der Hund immer von einem seriösen Züchter stammen, der viel Wert auf die Gesundheit und Wesensfestigkeit seiner Zuchttiere legt.

Rhodesian Ridgeback kaufen

Egal, ob Welpe, ausgewachsener Rhodesian Ridgeback oder ein Rassevertreter aus dem Tierschutz: Zukünftige Besitzer sollten sich der Verantwortung, des Zeit- und Geldaufwandes bewusst sein und die Erziehung des Hundes keinesfalls unterschätzen. Der Ridgeback ist bei Weitem kein Hund für jedermann, kann jedoch bei entsprechender Ausbildung und Haltung zu einem tollen Begleiter und treuem Familienhund werden, den keiner mehr missen möchte. Wer einen möglichst gesunden und charakterlich einwandfreien Rhodesian Ridgeback haben möchte, mit wenig Potenzial für Erbkrankheiten, sollte immer bei einem eingetragenen und seriösen Züchter kaufen.

 

Diese Rassebeschreibung des Rhodesian Ridgebacks wurde in Zusammenarbeit mit myRhodesianRidgeback.de erstellt.

 

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. E Papargyriou sagt:

    Meine Hündin ist 12 Jahre und von heute auf morgen übergibt sie sich und trinkt viel Wasser und ist immer müde was kann es sein?

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo E Papargyriou,

      leider können wir den Zustand deiner Hündin per „Ferndiagnose“ nicht beurteilen. Wir raten dir, unbedingt einen Tierarzt aufzusuchen und deinen Vierbeiner dort durchchecken zu lassen.

      Viele Grüße und alles Gute für deine Hündin,
      dein ZooRoyal Team

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