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Yorkshire Terrier im Rasseportrait

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Yorkshire TerrierHerkunft und Rassegeschichte

Der Yorkshire Terrier, kurz Yorkie genannt, stammt aus dem Norden Englands und Schottland. Hier diente er über Jahrhunderte als vielseitiger Haus- und Hofhund. Sein Revier waren später die ärmlichen Arbeitersiedlungen, die mit der Industriealisierung massenhaft entstanden. Die Häuschen waren klein, die Verhältnisse beengt. Da war kein Platz für einen großen Hund. Die kleinen Terrier waren hier genau die richtigen und dienten den Menschen über lange Jahre als Wachhund und Jäger. Er hielt Ratten und Mäuse klein, verjagte Marder und Füchse, oder erlegte Kaninchen und bewies sich so als nützlicher Helfer. Der alte Yorkie soll sogar zum Jagen in den Kaninchenbau gegangen sein. Trotz seiner eher zarten Erscheinung ist der Yorkshire Terrier ein ganzer Hund.

Im Grunde ist er ein kerniger Bursche mit zuweilen eigensinnigem und kühnem Temperament. Zugleich dient er seit mehr als 150 Jahren als Schoßhund. Seine heutige Form als Yorkshire Terrier mit sehr langem, seidigem Haar ist das Ergebnis der gezielten Show-Zucht. Auch waren seine Vorfahren in der Regel deutlich größer als die heutigen Standard- oder gar Toy-Yorkies. In alten Dokumenten werden bis zu 6 KG als das Gewicht eines Yorkshire Terriers genannt. Wie die anderen kleinen Terrier der britischen Inseln stammt der Yorkie letztlich aus einem einzigen großen Genpool jener Terrier der frühen Arbeitersiedlungen. Erst durch die gezielte künstliche, das heißt züchterische Trennung wurden hieraus die vielen heute genetisch getrennten Terrierrassen. Schon 1873 wurde der Yorkshire Terrier als Hunderasse vom Kennel Club anerkannt. In Deutschland findet man die ersten Eintragungen um 1912. Bekannt wurde er jedoch erst in den 1970ger Jahren.

Beschreibung: Zwerghund und Terrier zugleich

Der Yorkshire Terrier ist ein Zwerghund und zugleich ein Terrier. Er will als Hund ernst genommen werden und nicht das Accessoire eines Menschen sein. Der Yorkshire Terrier ist der kleinste aller Terrier. Seine Größe ist allerdings vom Standard nicht festgelegt. Als Gewicht gibt der gültige Standard bis 3,2 kg vor. Leider versuchen die Menschen, diesen Hund immer weiter zu verzwergen. Der VDH hat daher für die Zucht ein Mindestgewicht von 2,4 kg vorgeschrieben, das bei den Zuchttauglichkeitsprüfungen durch Wiegen bestätigt werden muss. Ein Gewicht unter 2,4 kg für einen erwachsenen Hund muss man aufgrund der damit einhergehenden körperlichen und mentalen Probleme als Qualzucht kennzeichnen.

Der natürliche Bauplan des Hundes, der ja schon extrem flexibel und leistungsfähig ist, funktioniert bei einem Gewicht unter 2,4 kg nicht mehr. Beim Yorkie wird sehr auf das Fell geachtet. Sein Fell soll laut Standard nicht wellig sein, aber das sollte man nicht allzu ernst nehmen. Früher trugen die Yorkies auch gewelltes Fell. Dass es glatt sein soll, entspringt einzig der Fantasie der Züchtergemeinde. Auch die Felllänge ist ein Problemfeld. Vielen kann es nicht lang genug sein. Allzu langes Fell behindert jedoch den Hund beim Laufen und Sehen. Im Interesse des Hundes sollte es also nicht zu lang sein. Das Fell soll glänzend und von feiner, seidiger Textur sein. Gewünscht ist eine satte, goldene Tan-Farbe.

Charakter und Wesen

Der Yorkshire Terrier ist ein lebendiger, aufgeweckter, zuweilen auch kerniger Bursche. In ihm schlägt das Herz eines Terriers. Auf der einen Seite ist er das liebe Hündchen, das gerne gekuschelt und verhätschelt wird, auf der anderen Seite kann er sehr dominant bis hin zu aggressiv sein. Besonders unter Hunden spielt sich der Kleine selbst gegenüber vielfach größeren auf. Da geht er forsch und kühn heran und neigt zu maßloser Selbstüberschätzung. Besonders geschützt auf dem Arm von Herrchen und Frauchen oder im Korb auf dem Fahrrad fühlt er sich besonders stark und wichtig. Da kommt man gerne einmal ins Schmunzeln. Andererseits muss man ein waches Auge haben, dass man diesem kleinen Herrscher der Welt hier und da seine Grenzen aufzeigt.

Der Yorkie ist sehr intelligent und nutzt seine putzige Erscheinung schamlos aus, wenn man ihm dazu die Gelegenheit gibt. Seinen Jagdinstinkt lässt er gerne an einem Spielzeug und bei Gelegenheit auch an einem Nager im Garten aus. Der Yorkshire Terrier eignet sich bestens als Familienhund, wenn man seine demonstrativ zur Schau getragene Persönlichkeit nicht nur respektiert, sondern mag, ernst nimmt und zu schätzen weiß. Außerdem müssen seine Menschen – auch die Kinder – immer respektieren, dass es sich um einen körperlich zarten Hund handelt, der seine Rückzugsmöglichkeiten braucht.

Haltung ohne große Ansprüche

Die Haltung des Yorkshire Terriers ist problemlos. An die Größe der Wohnung stellt er keine Ansprüche. Lediglich die Fellpflege ist Pflicht. Kämmen und Fellpflege sind aber auch ein Mittel zur Festigung der Bindung zwischen Hund und Halter, wenn es nicht übertrieben wird und die Befindlichkeiten des Hundes respektiert werden. Schleifchen im Haar sind Geschmacksache; sie schaden und kümmern den Hund kaum. Man sollte immer im Bewusstsein halten, dass er ein hochsoziales, intelligentes Lebewesen ist und kein Mode-Accessoire oder Püppchen. Man sollte ihn nicht vermenschlichen, vielmehr als Hund ernst nehmen.

Die geringe Größe des Yorkies hat eine Menge wichtiger Vorteile in seiner Haltung. So darf man ihn in einer Mietswohnung halten selbst wenn ein allgemeines Hundehaltungsverbot gilt, da die Rechtssprechung ihn als Kleintier einstuft. So kann man ihn bei dem meisten Fluggesellschaften in der Kabine in einer Box problemlos mit auf die Reise nehmen. Der Yorkie sollte sein Leben nicht auf dem Sofa und den Armen von Herrchen oder Frauchen verbringen. Er hat ein Recht darauf, regelmäßig in der Natur Gassi gehen zu dürfen. Allzu langes Fell behindert ihn beim Laufen und Sehen und wird gerne dreckig. Dem Hunde zuliebe sollte man das Fell eher kurz halten.

Erziehung

Die Erziehung des Yorkshire Terriers ist ein oft unterschätztes Kapitel. Auch wenn der kleine Hund putzig und zierlich daherkommt, so steckt in ihm ein echter Terrier. Und ein Terrier will erzogen und geführt sein. Der Yorkie erfordert vom Welpenalter an Konsequenz in der Erziehung. Das kann schwerfallen angesichts seiner Erscheinung. Doch obwohl er so klein ist, träumt er davon, die Rudelführung zu übernehmen. Oft sind gerade kleine Hunde aggressiv, weil ihre Halter meinen, aufgrund der Größe auf eine ernsthafte Erziehung verzichten zu können. Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Man muss seine Erziehung sehr ernst nehmen. Ansonsten ist sie im Grunde unproblematisch. Er will die Führung durch Herrchen und Frauchen.

Pflege und Gesundheit

Der Yorkshire Terrier kennt keinen Haarwechsel. Ansonsten muss das Fell regelmäßig gebürstet und gereinigt werden, denn mit seinem langen Haar „sammelt“ er alles auf. Die Bildung von Knoten in seinem Haar sowie Verfilzungen sollen so verhindert werden. Auf Baden und Shampoonieren sollte man nach Möglichkeit verzichten. Damit werden nur die natürlichen Funktionen der Haut beeinträchtigt und Allergien sowie Hautirritationen begünstigt. Beim Yorkshire Terrier kann das Haare schneiden entweder mit der Schere oder der Schermaschine erfolgen.

Rassetypische Krankheiten

Der Yorkshire Terrier neigt zu Verletzungen an der Kniescheibe wie Patellaluxation. Eine Reihe von Augenkrankheiten ist verbreitet zudem erblich bedingte Bronchitis und Lymphangiektasie. Auch neigt er zu Allergien. Übermäßig lange, bis auf den Boden reichende Behaarung stellt ebenfalls eine Beeinträchtigung des Tieres dar. Sein Hauptproblem ist die „Verzwergung“, die zu schwerwiegenden gesundheitlichen und mentalen Schäden führt und verkürzt seine Lebenserwartung enorm verkürzt.

Ernährung/Futter

Im Grunde ist die Ernährung unproblematisch. Allerdings neigt der Yorkie zu Allergien, was eine diätische Ernährung erforderlich machen kann.

Lebenserwartung

Ein gesund gezüchteter Yorkie hat eine robuste Gesundheit und kann leicht 15 Jahre und mehr erreichen und das bei guter Fitness. Über Generationen auf „Schönheit“ gezüchtete Linien und insbesondere extrem kleine Exemplare, so genannte Minis, sterben meist wesentlich früher.

Yorkshire Terrier kaufen

Hände weg von Züchtern, die besonders kleine Exemplare, etwa Minis, Toy- oder Teacup-Yorkies anbieten. Am besten kauft man seinen Welpen vor Ort bei einem Züchter, der einem der drei Zuchtvereine im VDH angeschlossen ist. Vorsicht: Es gibt ein riesiges Angebot an Yorkies aus zwielichtigen Quellen! Einen Welpen bekommt man ab ca 1.000 Euro.

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Kommentare, Fragen und Antworten
  1. sandra sagt:

    Hi toller Beitrag..wir haben auch so nen kleinen Teppichflitzer..dies ist echt ne super Hunderasse :-d
    Lg Sandra

    1. ZooRoyal sagt:

      Liebe Sandra,

      vielen Dank für dein Lob, wir freuen uns, dass dir der Artikel gefällt ;).

      Liebe Grüße und einen schönen Freitag wünscht dir

      dein ZooRooyal Team

  2. Jennifer Berger sagt:

    Hallo!!

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich glaube aber nicht das ich dieser wunderbaren Rasse eine Strenge und Konsequente Erziehung bieten kann. Aber ich habe noch eine Frage. Hier wird erwähnt das ein reinrassiger Hund nicht gerade billig ist. Mehmen wir an ich will einen Bochon frise.. doch er ist zu teuer. Wie kann ich herausfinden welche mischlinge es gibt??
    Lg Jenny

    1. ZooRoyal sagt:

      Hallo Jennifer,

      da würden wir dir tatsächlich empfehlen, einfach mal zu googlen. 🙂 Ein Bichon Frisé kann natürlich theoretisch mit jeder anderen Rasse „gemixt“ werden. Eine andere Möglichkeit wäre, bei einem Züchter nachzufragen.

      Liebe Grüße
      Dein ZooRoyal Team

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