Über 300 Marken
Kostenloser Versand in Deutschland ab 19€
25 Jahre Erfahrung

Foxterrier im Rasseportrait

511
0

FoxterrierHerkunft und Rassegeschichte

Die Foxterrier ist ein hochläufiger Terrier. Es gibt ihn in zwei Varianten, den Drahthaar und den Glatthaar. Der Name der Terrier leitet sich aus dem lateinischen „Terra“ für Erde ab. Es waren also Hunde für die Erdarbeit untertage. In unserem Porträt über die Terrier kannst du hierzu mehr erfahren. Der andere Teil seines Namens, also Fox, ist das englische Wort für Fuchs. Seinem Ursprung nach ist der Foxterrier also ein „Fuchs-Erdhund“, ein Hund, dessen Aufgabe es ist, den Fuchs aus seinem Bau zu „sprengen“, wie es in der Jägersprache heißt. Tatsächlich werden Terrier wie der Fox für die Baujagd auf Fuchs und Dachs bereits seit Menschengedenken verwendet. Da sie oft bei den Parforce-Jagden in der Meute mitlaufen mussten, waren Foxterrier nicht niederläufig wie etwa ein Dackel. Man kann sich vorstellen, dass der Fuchs, immerhin auch ein sehr wehrhafter Beutegreifer, seinen Bau nicht freiwillig verlässt. Ein Foxterrier muss also sehr mutig, furchtlos und wehrhaft sein. Noch heute ist der Foxterrier ein sehr geschätzter Jagdhund.

Seine Aufgaben liegen heute meist übertage. Er ist zu einem vielseitigen Jagdhelfer gewachsen. So wird er unter anderem sehr erfolgreich bei Stöber- und Drückjagden auf Wildschweine eingesetzt, wo er sich mit erstaunlichen Leistungen auszeichnet. Sein unermüdlicher Arbeitseifer und seine Führigkeit werden von den Jägern besonders geschätzt. Foxterrier sind furchtlos und mit jeder Faser bestrebt, ihren Job möglichst gut zu machen. All diese Eigenschaften können wir auch im Foxterrier als Begleithund erleben. Sie machen den besonderen Charme aber auch die Herausforderung dieser Hunde aus. Sein typvolles Erscheinungsbild und sein markanter Charakter haben ihm bereits seit über einhundert Jahren eine weite Verbreitung als Haus- und Begleithund eingebracht. Der Foxterrier ist eine der ältesten Hunderassen der modernen Rassehundezucht. Schon 1876 wurde in England mit der Gründung des „Fox Terrier Clubs“ der erste Rassestandard für den Glatthaar- und den Drahthaar-Foxterrier festgelegt. Bereits 1889 wird dann der „Deutsche Foxterrier-Klub“ gegründet, dessen Nachfolger „Deutscher Foxterrier-Verband“ ihn noch heute erfolgreich betreut.

Beschreibung

Der Foxterrier ist ein mittelgroßer Hund mit einer markanten Erscheinung. Er ist fast quadratisch gebaut. Die Beine gehen gerade senkrecht nach unten, der Schwanz zeigt kerzengerade nach oben wie fast auch der Hals. Kopf, Augen und Ohren unterstreichen seine hellwache Erscheinung. Man spürt, dass jede Faser seines schlanken Körpers auf Spannung steht. Der Standard beschreibt ihn als „lebhaft, schnell in der Bewegung, mit durchdringendem Ausdruck, voll gespannter Erwartung bei der geringsten Herausforderung. Freundlich, aufgeschlossen und furchtlos.“ Ein Foxterrier hat eine Widerristhöhe von bis zu 40 Zentimetern bei einem Gewicht von schlanken 8 Kilogramm. Rüden sind etwas größer und schwerer als Hündinnen. Den Foxterrier gibt es schon immer in zwei Fellvarianten. Als ältere gilt die glatthaarige in Alternative zur drahthaarigen. Bei letzterer soll das Haar dicht und von sehr drahtige Textur sein. Für beide wünscht der Standard folgende Farben: „Vorherrschend Weiß mit schwarzen, schwarz und lohfarbenen oder lohfarbenen Abzeichen.“ Der Foxterrier wird in zwei Linien gezüchtet, den Jagdhund und den Begleithund. Er ist insgesamt eine recht gesunde Hunderasse. Über lange Jahre hinweg hat man immer auf ein ausgeglichenes Exterieur geachtet und keinen Wert auf Übertreibung einzelner Merkmale gelegt.

Charakter und Wesen

Der Foxterrier ist ein Energiebündel. Er ist nichts für Leute, die sich einen Coach-Potatoe vorstellen. Seine Geschichte und seine jagdliche Leistungsfähigkeit sollte auch der Nicht-Jäger im Hinterkopf haben, wenn er den Foxterrier als Begleiter in die Familie holt. Der Foxterrier ist von seiner Historie und seinem Naturell ein Jagdhund. Mut, Schärfe und jagdliche Intelligenz eines Foxterriers sind beachtlich. Wenn man von den jagdlichen Leistungen des Foxterriers hört, denkt man zunächst an Jägerlatein. Doch gibt es immer wieder dokumentierte Berichte, wo der Hundefreund dem Foxi staunende Hochachtung zollen muss. Trotzdem macht sich der Foxterrier als Begleit- und Familienhund sehr gut. Er ist ein treuer, wachsamer, herzlicher und zuweilen amüsanter Partner für Jung und Alt, vorausgesetzt, man gönnt sich und ihm Bewegung. Der Foxterrier ist im Kern ein Draufgänger und kein Schoßhund. Er ist ein Energiebündel, das körperliche und mentale Herausforderungen liebt und braucht. Wenn man das beachtet, wird man mit ihm auch als Familienhund sehr viel Freude haben.

Haltung

Die Haltung eines Foxterriers ist problemlos. An die Größe der Wohnung stellt er keine Ansprüche. Die größte Herausforderung ist sein Temperament. Foxterrier brauchen Herausforderungen körperlicher wie mentaler Art. Viele werden sehr erfolgreich jagdlich geführt. Als Begleithund eignen sie sich für ein breites Spektrum an Herausforderungen. Foxterriers eignen sich hervorragend für die diversen Hundesportarten. Sie sind als Begleiter eines Reiters aber auch Joggers oder eines Radfahrers gut aufgestellt. Ihre hohe Fitness, die oft robuste Gesundheit, der Arbeitswille bedeuten für Herrchen und Frauchen Herausforderung und Verpflichtung zugleich – und das bei jedem Wetter. An andere Heimtiere müssen sie von der Wurfkiste an gewöhnt sein, sonst werden sie als Beute gesehen. Foxterrier sind als Spielpartner der Kinder sehr gut geeignet, da sie zu jedem Abenteuer aufgelegt und robust genug sind, mit Kindern zu toben. Voraussetzung ist allerdings, dass die Hausordnung stimmt und der Terrier seine Rolle in der Familie genau kennt. Man sollte ihm keinen Raum geben, seinen Hang zur Selbstüberschätzung auszuleben und sich etwa zum Schulmeister der Kinder aufzuschwingen. Aufgrund seiner maßvollen Größe, dem niedrigen Gewicht und seines guten Gehorsams – richtig erzogen – ist er ein problemloser Begleiter in allen Lebenslagen, in Gaststätten, auf Reisen und im Urlaub.

Erziehung

Die typischen Foxterrier lassen sich sehr gut erziehen und darüber hinaus ausbilden. Klare Ansage und Konsequenz sind hier die Wunderworte auf Basis eines respektvollen, liebevollen Verhältnisses zu Herrchen und Frauchen. Foxterrier eignen sich sogar zu einer Ausbildung zum Therapie- und Rettungshund.

Pflege und Gesundheit

Fellpflege

Foxterrier sind ausgesprochen pflegeleicht. Lediglich die Drahthaar-Variante bedarf der besonderen Fellpflege. Sein Fell muss fachgerecht getrimmt und darf niemals geschoren werden.

Rassetypische Krankheiten

Die meisten Foxterrier verfügen über eine robuste Gesundheit.

Ernährung/Futter

Die Ernährung eines Foxterriers ist unproblematisch.

Lebenserwartung

In der Regel erfreut sich der Foxterrier eines langen Hundelebens von nicht selten über 12 Jahren.

Foxterrier kaufen

Am besten kaufst du deinen Foxterrier-Welpen direkt bei einem Züchter, der dem Deutscher Foxterrier-Verband im VDH angeschlossen ist oder du schaust dich im Tierheim um. Hier kannst du dich auch beraten lassen, ob ein Foxterrier zu dir und deinem Leben passt. Du solltest Vermehrern und Hinterhofzüchtern, die sich mit ihren Angeboten im Internet tummeln, keine Chance geben. Ein Foxterrier kostet bei einem Züchter etwa 1.000 Euro.

 

 


Christoph JungChristoph Jung Seit seiner Kindheit gehören Hunde zu den besten Freunden des Hundeforschers. Die Beziehung Mensch – Hund ist für ihn ein faszinierendes Thema, das ihn täglich beschäftigt und für das er sich auch öffentlich engagiert. Aus seiner täglichen Forschung entstand das Buch „Tierisch beste Freunde“. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


Hilf uns, unseren Service weiter zu verbessern. War dieser Artikel hilfreich für dich?

Kommentare, Fragen und Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.