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Catahoula Leopard Dog im Rasseportrait

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Catahoula Leopard DogHerkunft und Rassegeschichte

Der Louisiana Catahoula Leopard Dog ist ein Arbeitshund aus den Südstaaten der USA. Er ist der offizielle State-Dog des US-Bundesstaates Louisiana. Der Catahoula ist ein großer, kraftvoller und zugleich sportlich-eleganter Hund. Er war über Jahrhunderte das Allzweckwerkzeug der Farmer. Er half beim Hüten und Treiben der Rinderherden, er wachte und beschütze das Hab und Gut, der war und ist ein guter Jagdhund und macht sich hervorragend als Saupacker. Früher half er, entlaufene Sklaven zu finden und zu stellen. Das kann man dem Hund nicht vorwerfen. Seine Aufgaben musste und muss er im feucht-warmen Klima des Mississippi-Mündungsdeltas erfüllen.

In den häufigen Sümpfen und Gewässern muss er mit Alligatoren und Schlangen versiert umgehen können. Er musste unter diesen schwierigsten Bedingungen die aufgenommene Fährte eines Wildschweins weiter verfolgen können. Die von den spanischen Eroberern und später den Siedlern mitgebrachten europäischen Jagd- und Hirtenhunde zeigten sich für diese Herausforderungen als nicht optimal. So entstand der Louisiana Catahoula Leopard Dog. Die eigentliche Entstehung liegt allerdings im Dunkeln. Züchter des Louisiana Catahoula Leopard Dog erzählen gerne, dass der Hund von drei Wurzeln abstamme: Europäische Hunde, endemische Indianerhunde sowie vom Rotwolf (Canis rufus). Handfeste Belege gibt es hierfür nicht.

Und es fehlt darüber hinaus jeder Beleg, dass die alten Hunde Amerikas, die es in verschiedenen Rassen bis zur Ankunft der Konquistadoren real in Nord- und Südamerika gab und bei den alten Indianern hohes Ansehen genossen, dass diese Hunde bis heute in Nordamerika überlebt hätten. Eine Abstammung vom Rotwolf ist ebenfalls höchst unwahrscheinlich. Es bleibt also spannend, dieses Geheimnis zu lüften. Vieles spricht dafür, dass molossoide Hunde der Europäer, etwa Deutsche Doggen oder Bullenbeißer sowie Bloodhounds und Greyhounds zu den Ahnen zählen. Darüber hinaus könnten Hirtenhunden wie britische Collies oder der französische Beauceron eine Rolle gespielt haben.

Jedenfalls muss das Merle-Gen in die Louisiana Catahoula Leopard Dog Population hineingekommen sein und das könnte gut über den Collie oder den Australien Shepherd (der in den USA geschaffen wurde) hereingekommen sein. Der Louisiana Catahoula Leopard Dog wird als eigene Hunderasse erst seit wenigen Jahrzehnten wahrgenommen. Der US-Amerikaner Walter Esplin Mason zählt ihn im Jahr 1915 in seinem Handbuch „Dogs Of All Nations“ nicht auf. Von der Fédération Cynologique Internationale ist er bisher nicht anerkannt, beim American Kennel Club wird er seit 1997 in Hinblick auf eine mögliche Anerkennung in dessen Foundation Stock Service geführt. Dort zählt er zur Gruppe der Hirtenhunde. In Deutschland ist dieser äußerst interessante Hund sehr selten. Das Wort Catahoula kommt übrigens aus der Sprache der Choctaw Indianer und bedeutet „heiliger See“.

Beschreibung

Der Catahoula Leopard Dog ist ein mittelgroßer bis großer, eleganter Hund, der athletische Kraft ausstrahlt. Er hat einen muskulösen, kompakten Körper. Er erinnert ein wenig an einen sehr eleganten, sportlichen Molosser. Catahoulas haben eine Widerristhöhe zwischen 56 bis 61 Zentimetern und wiegen zwischen 25 und 43 Kilogramm. Das Fell ist kurz und glatt anliegend. Nach seinem Standard sind alle Farben außer mehr als 70% Weiß erlaubt. Zwei seltene Farben sind besonders beliebt, basieren jedoch auf dem Defektgen Merle: Red Merle („Red Leopard“) und Blue Merle („Blue Leopard“).

Aus Tierschutzsicht muss man die Zucht mit Merle kritisch sehen, da dieses Gen neben der typischen Fellfärbung auch Taubheit, Blindheit und andere Defekte verursachen kann. Es ist auch verantwortlich für die blaue Augenfarbe, die der Funktionsfähigkeit der Augen zumindest nicht förderlich ist, zuweilen sogar Augenkrankheiten auslösen kann. Ansonsten sind die Catahoula Dogs eine extrem robuste Hunderasse. Und es gibt sie eben auch in „gesunden“ Farben ohne das Merlegen.

Charakter und Wesen

Der Catahoula Dog ist ein Arbeitshund und sehr intelligent. Da diese Hunde keine seit Generationen zuchtbuchmäßig durchgezüchtete Hunderasse darstellen, kann das individuelle Wesen eines Louisiana Catahoula Leopard Dogs recht unterschiedlich ausfallen. In den USA wird er noch häufig für die Arbeit gezüchtet. Dort bestehen seine heutigen Aufgaben zum einen im Treiben von Rindern, etwa ein verlorenes Rind auffinden und zur Herde zurückzutreiben. Zum anderen ist er Jagdhund. Seine Spezialität ist die Wildschweinjagd in feuchten Arealen, wie das Aufspüren, die Fährtenarbeit, das Stellen und die Nachsuche.

Hier kommen seine hervorragende Nase wie auch sein Mut und sein selbständiges Denken zum Zuge. Zwischenzeitlich macht er den Wächter auf den Farmen. Entsprechend ist auch sein hautsächliches Wesen. Der Catahoula Dog ist ein robuster Athlet, der seine Leistungsfähigkeit zeigen will. Er ist nicht immer verträglich mit anderen Hunden. Hier neigt er zu Dominanzgehabe. Er ist ein offener, fröhlicher Hund, der sich jedoch immer seiner Kraft bewusst ist. Dabei ist er ein unbestechlicher Wächter und Beschützer, ohne aggressiv zu sein. Er muss Arbeiten, braucht die mentale wie körperliche Herausforderung.

Haltung

Der Catahoula Leopard Dog ist anspruchslos hinsichtlich der äußeren Rahmenbedingungen. Sicher: Eine kleine Etagenwohnung in einer Großstadt eignet sich nicht für seine Haltung. Er braucht ein Haus auf dem Land mit großzügigen Bewegungsmöglichkeiten. Doch ansonsten ist er pflegeleicht. Der Catahoula Dog verfügt über einen feinen Geruchssinn und macht sich hervorragend als Fährtenhund. Er liebt Suchspiele und Nasenarbeit, eine Leidenschaft, der er auch beim Hundesport, nachgehen kann.

Der Catahoula Dog eignet sich gut als Familienhund unter der Maßgabe, dass sie gut sozialisiert, erzogen und sportlich wie mental ausgelastet ist. Die entscheidende Grundlage ist eine gute emotionale Bindung zu seinem Herrchen und Frauchen. Diese sollten hundeerfahren sein sowie bereit und in der Lage, sich intensiv mit dem Hund zu beschäftigen. Sie sollten ihn auf Basis Ruhe und Gelassenheit verbunden mit Konsequenz und klarer Anleitung führen, erziehen und möglichst ausbilden. Unter solchen Bedingungen macht sich der Louisiana Catahoula Leopard Dog auch gut als Familienhund.

Erziehung

Der Louisiana Catahoula Leopard Dog lässt sich gut erziehen unter der Voraussetzung einer sehr fachkundigen, souveränen Hand, die ihn führt. Wichtig ist, dass er bereits beim Züchter eine gute Sozialisation erfahren konnte. Besonderes Augenmerk sollte man auf Gehorsamstraining legen, um die enorme Kraft und Wendigkeit dieser Hunderasse jederzeit unter Kontrolle zu haben. Gut erzogen und idealerweise etwa in der Fährtenarbeit ausgebildet, ist der Catahoula ein anpassungsfähiger, angenehmer Partner des Menschen auch im dichtbesiedelten Mitteleuropa. Um seine Verträglichkeit mit anderen Hunden zu entwickeln, sollte schon als Welpe eine Hundeschule besucht werden. Der Catahoula ist eine Rasse, die in eine hundeerfahrene Hand gehört.

Pflege und Gesundheit

Der Catahoula stellt keine Besonderen Ansprüche an seine Pflege.

Rassetypische Krankheiten

Vom Catahoula Leopard Dog sind keine rassetypischen Krankheiten bekannt, auch da er zu selten ist. Merle stellt für Population und Individuum ein Gesundheitsrisiko dar und bedarf eines fachkundigen Züchters.

Ernährung/Futter

Der Louisiana Catahoula Leopard Dog stellt keine besondere Ansprüche an seine Ernährung.

Lebenserwartung

Ein Louisiana Catahoula Leopard Dog sollte 10 bis 12 Jahre alt werden können.

Catahoula Leopard Dog kaufen

Vor dem Kauf solltest du für dich selbst sorgfältig prüfen, ob du genug Hundeerfahrung hast und zudem genug Muße und die Möglichkeiten mitbringst, dich intensiv mit diesem in der Führung anspruchsvollen, hoch interessanten Hund in den kommenden 10 oder 12 Jahren deines Lebens zu beschäftigen. Ein Welpe dieser Rasse sollte um die 1.000 Euro kosten.

Du möchtest mal einen Catahoula „in Action“ sehen? Dann schau dir unser Video an, denn ZooRoyal hatte Besuch vom 21 Wochen alten Catahoula mit dem afrikanischen Namen Canipurs Ntsako!


Christoph JungChristoph Jung Seit seiner Kindheit gehören Hunde zu den besten Freunden des Hundeforschers. Die Beziehung Mensch – Hund ist für ihn ein faszinierendes Thema, das ihn täglich beschäftigt und für das er sich auch öffentlich engagiert. Aus seiner täglichen Forschung entstand das Buch „Tierisch beste Freunde“. Jung lebt mit seiner Familie und seinen Hunden in der Nähe von Halle.


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