Was ist Aquascaping?

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Was bedeutet Aquascaping?
Aquascaping kommt aus dem Englischen und leitet sich von dem Wort landscape (= Landschaft) ab. Der Begriff Aquascaping lehnt sich an die Naturaquaristik an und beschreibt den Prozess der Aquariengestaltung. Dabei versteht sich das Aquascaping als Ausdrucks- oder Kunstform. Beim Aquascaping geht es darum ein Layout zu erstellen, wobei das gesamte Repertoire der Aquaristik zum Einsatz kommt, um Stimmungen, Szenarien und Ideen umzusetzen. Als Layout wird dabei die eigentliche Idee bezeichnet, die durch aquaristische Mittel wie beispielsweise eine attraktive Zusammenstellung von Substrat, Dekoration und Pflanzen verwirklicht wird.

Ein Aquarium ist dynamisch und beherbergt Pflanzen und Tiere. Damit sich die Aquarienlandschaft so entwickelt, wie man es sich vorgestellt hat, ist Erfahrung über die unterschiedlichen Wuchsformen der Pflanzen und dem Verhalten der Fische von Vorteil. Das muss nicht bedeuten, dass der Einstieg in das Aquascaping besonders schwierig ist. Um ein eigenes Layout effektvoll zu verwirklichen bedarf es lediglich einigen  grundlegenden Richtlinien, über die wir Sie in der zweiteiligen Aquascaping-Reihe aufklären.

Stilformen des Aquascaping
Der Begriff „Naturaquarium“ kann zunächst verwirren, da hier nicht der Gedanke eines Unterwasserbiotops im Vordergrund steht, wie man vermuten könnte. Es geht vielmehr darum, einen Teil der uns bekannten Natur, wie Gebirge, Wälder oder Küsten als Vorbild zu nehmen und sie mit Mitteln der Aquaristik nachzubilden. Dabei wird nicht auf Detailgenauigkeit geachtet, sondern es soll vielmehr der Eindruck entstehen, dass ein bekannter Lebensraum unter Wasser nachgebildet wird. Die Wasserpflanzen und Dekorationen erzeugen die Stimmung, die das Aquarium transportieren soll. Durch Ähnlichkeiten mit Szenarien aus der natürlichen Umgebung verstärkt sich das harmonische Empfinden bei der Betrachtung. Bei Naturaquarien stellen Wasserpflanzen nur einen kleinen Teil des Aquascaping dar. Hier ist für die Ausstrahlung und das Layout das sogenannte Hardscape sehr wichtig, wobei das Dekorieren mit Wurzeln und Steinen gemeint ist.

Aus klassischer Sichtweise bilden jedoch die holländischen Aquarien die Grundlagen für das Aquascaping, bei denen der Hauptakzent auf den Pflanzen liegt. Durch primäre Gruppierungen von Stängelpflanzen werden Pflanzenaquarien geschaffen, die durch die westliche Ästhetik geprägt wurden und an strukturierte und schön gestaltete Unterwassergärten erinnern. Durch unterschiedliche Formen und Farben der Pflanzen entsteht ein abwechslungsreicher Kontrast.

Aquascaping von der Theorie in die Praxis
Aber wie wird nun ein schönes Becken eingerichtet? Worauf muss ich achten? Wie pflegebedürftig ist ein solches Aquarium? Diese Fragen beantworten wie Ihnen im Folgenden.

Durch ihren Facettenreichtum bietet die Natur einen guten Ansatz zur Inspirationsquelle, um so ein erstes Layout zu entwerfen. Dabei das Augenmerk nicht nur auf die besonders hervorstechenden Naturschauspiele richten, sondern lieber auf das Schöne im Detail konzentrieren. Eine Baumwurzel mit einigen Pflanzen drum herum bietet beispielsweise eine geeignete Vorlage für ein Layout.  Eine Anordnung von Steinen kann ebenfalls eine gute Vorlage sein. Diese heben sich durch Form und Ausrichtung voneinander ab und lassen so Struktur und einen Fokuspunkt im Aquarium entstehen.

Aquascaping bietet ein breites Betätigungsfeld, bei dem sich traditionelle Formen der Aquaristik überschneiden und viel Platz für Kreativität bieten. Künstlerische Freiheit und ein technisches Verständnis aquaristischer Grundlagen bilden eine Schnittmenge, die zum Erfolg führt und langfristig für Spaß und Motivation am Hobby sorgt.

Voraussetzungen für das Aquascaping
Um ein attraktives Aquarium mit üppigem Pflanzenwuchs zu erhalten, sollten einige Punkte beherzigt werden. Denn Pflanzen benötigen zum Wachsen und Gedeihen Nährstoffe, Licht und CO2. Da Pflanzen beim Aquascaping eine Grundlage darstellen, ist ein guter Pflanzenwuchs unumgänglich. Dazu sollte man sich mit den Grundlagen des Pflanzenwachstums vertraut machen.

Von der technischen Seite her, hat sich im Laufe der Zeit viel getan und es steht einem heute eine große Auswahl an Möglichkeiten offen, sein Aquarium auszustatten.

Kommenden Donnerstag geht es mit dem zweiten Teil unserer Aquascaping-Reihe mit folgenden Themen weiter:  Licht, Nährstoffe, Boden-, Mittel-, Hintergrund, Rückwände und Pflanzenwahl.
Wenn auch Sie Aquascaping betreiben, freuen wir uns über Fotos Ihrer Aquarium-Landschaft. Wenn Sie möchten, senden Sie die Bilder an: Blog@ZooRoyal.de und teilen Sie Ihre Ideen mit den anderen Lesern.

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Kommentare

  1. Ich finde ja Aquascaping immer genial anzuschauen. Vermute aber das so was nur mit sehr wenig, und vor allem speziell ausgesuchten, Besatz funktioniert.

  2. [...] für alle die so garnix mit dem Wort „Aquascaping“ anfangen können, ist dieser Artikel echt [...]

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