Nano-Fische mit Spaßfaktor

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Aus Nano-Aquarien sind Garnelen und Krebse gar nicht mehr wegzudenken. Aber wie sieht es mit Fischen aus? Kann und darf man Fische in einem Nano-Aquarium halten?

Nano-Fische gibt es in der Aquaristik schon immer, doch hießen sie damals anders – Kleinfische – und etabliert hat sich der Begriff Nano-Fisch erst mit dem circa drei Jahre jungen Nano-Boom.

Zunächst einmal die rechtliche Seite: Ein vor 10 Jahren erzeugtes Gutachten des BNA (Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz) schreibt für fast alle gängigen Fischarten eine Aquarien-Mindestkantenlänge von 60 cm vor. Arten, die klein bleiben, sind mit einer Kantenlänge von 40 cm angegeben (25l). Bei diesem Gutachten wurden die heute herrschende Population und die Auswahl an Nano-Fischen nicht berücksichtigt.

Ein 2 cm langer Fisch fühlt sich sicherlich nicht unwohl in einem gut eingerichteten 30-l-Nano-Aquarium. Der Nano-Fisch hat dort genügend Platz und ist eine vernünftige Besatzergänzung zu Garnelen und Krebsen. Bei einer Aquarium-Größe von 60l kann mit Nano-Fischen schon ein richtiger Schwarm gebildet werden. Hier zeichnet sich auch ein neuer Trend ab: Eher kleinere Fische und dafür einen großen Schwarm. Da die Fische wenig Biomasse mit sich bringen, gibt es auch nur wenige Stoffwechselprodukte und somit weniger Algenprobleme.


Der Prachtgrundkärpfling Nothobranchius cardinalis ist ein gut zu haltender Nano-Fisch und fühlt sich auch bei Zimmertemperatur wohl. In einem 60l Aquarium ist eine Gruppe von 2 Männchen und 4 Weibchen ideal.


Der Microrasbora kubotai wurde nach seinem japanischen Importeur benannt und lebt gern in mittelhartem Wasser. Verfügt man über ein leicht verkrautetes Aquarium, dann fühlen sich die Bärblinge, die mit einer Länge von 1,6 cm ausgewachsen sind, richtig wohl.


Der Leoparden-Zwergdanio, oder auch Danio tinwini, kommt aus dem Norden Burmas und wurde nach seinem Importeuer Tin Wini benannt. Der Nano-Fisch ist wird nur 2,5 cm groß und ist in der Gruppe eine echte Augenweide. Die Fische sind lebhaft und bestechen durch Agilität und ihre schillernde Leopardenzeichnung.

Die Sundadanio axelrodi (früher der Rasbora-Gattung zugeordnet) aus Borneo sind kleine blaue Juwelen. Die nur 2 cm großen Nano-Fische gibt es in leicht unterschiedlichen Farbformen, sie sind friedlich und kommen gut mit anderen Nano-Fischen aus.

Suchen Sie einen kleinen, leicht zu haltenden Panzerwels? Dann haben Sie mit Aspidoras pauciradiatus (Tüpfelzwergpanzerwels) den richtigen Bodenfisch gefunden. Diese werden nur 3 cm groß und fühlen sich in einem bepflanzten Aquarium mit friedlichen Mitbewohnern wohl.

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