In diesem Blogeintrag geht es um Deutschlands beliebteste Haustiere: Katzen. Allein bei uns in Deutschland leben über 8 Millionen Katzen; das heißt, dass in 16,5% aller Haushalte ein Stubentiger Mitglied der Familie ist. Das ist kein Wunder: Katzen sind faszinierende Tiere, die uns immer wieder verblüffen und ins Staunen versetzten. Genau diese Absicht hat auch dieser Blogeintrag! Wir haben ein paar lustige, interessante und vor allem erstaunliche Infos über unsere Stubentiger gesammelt. Lasst euch überraschen!
Katzenverhalten
Fangen wir an mit ein paar Facts über das Verhalten der Katzen: Katzen verschlafen 2/3tel des Tages. Wenn man das hochrechnet, dann hat eine 9 Jahre alte Katze nur 3 Jahre ihres Lebens wach verbracht; ganz schön wenig, oder? Und auch wenn eine Katze wach ist, schließt sie ihre Augen, wenn sie zufrieden ist. Sitzt also grade eine nicht-schlafende Katze mit geschlossenen Augen neben euch, ist das ein gutes Zeichen. Und wusstet ihr, dass Kater ein Territorium haben, das bis zu 10x größer ist als das einer weiblichen Katze? Also bei euren männlichen Samtpfoten aufpassen, dass auch in etwas weiterer Entfernung keine großen Straßen oder sonstige Gefahrenquellen sind.
Katzen & der Mensch
Fakten über das Verhältnis von Katzen und Menschen ist auch ein ganz interessantes Feld: Die am häufigsten gezüchtete Katze ist weltweit die Perserkatze. Kein Wunder, denn
diese beeindruckende Katze ist seit je her ein Zeichen für Wohlstand und Eleganz. Unabhängig von der Rasse sind weltweit etwa 1/3tel aller Hausbesitzer auch Besitzer mindestens einer Samtpfote. Eine Katze zu halten ist also nicht nur in Deutschland beliebt. In vielen Regionen wird die Katze nicht nur als Schmusetier gehalten, sondern dient als Nutztier, denn sie hält Haus und Hof frei von Mäusen und Ratten und sorgt so für bessere Hygiene. Nebenbei bemerkt: Katzen verbringen bis zu 6 Stunden am Tag mit der Körperpflege. Rechnet man das mit rund 16 Stunden Schlaf zusammen, bleibt erstaunlich wenig Zeit für Spielen, Fressen und sonstige Sachen, die Katzen ebenso machen. Hättet ihr’s gedacht? Auch ein interessanter Fun Fact: Katzen miauen sich selten gegenseitig an. Sie benutzen das typische „Miau“ nur beim Kommunizieren mit dem Menschen.
“Katzenkörperliches”
Ganz viele interessante Sachen gibt es aus dem Bereich „Körperliches“. Katzen sind wahre Alleskönner: Sie haben geschärfte Sinne, schaffen erstaunliches mit ihrem zarten Körper und tun einiges, was uns in Staunen versetzt. Fangen wir mal mit den Sinnen an. Katzen können ihre Ohren mit Hilfe von 32 Muskeln in neun verschiedene Stellungen bringen, je nach Stimmungslage. Ein Hinweis, wie man erkennen kann, wie der hauseigene Stubentiger drauf ist. Wenn man dagegen an „Katzenaugen“ denkt, kommen einem sofort diese Fahrradreflektoren in den Kopf, die nachts für Sicherheit sorgen. Nicht ohne Grund: Katzen haben hinter der Netzhaut eine spezielle reflektierende Schicht (das Tapetum), das für den typischen Glanz im Scheinwerferlicht sorgt. Diese Schicht sorgt dafür, dass Katzen bei Nacht ca. 40% besser sehen können (6x besser als der Mensch). Alle Katzen werden übrigens (wie bei Menschenbabys) mit blauen Augen geboren, erst später verändert sich die Farbe. Bei weißen Katzen, die auch im Erwachsenenalter noch blaue Augen haben, kommt häufig
Taubheit vor. Solche, die nur ein blaues Auge haben, sind häufig dann auf dem Ohr taub, dass dem blauen Auge am nächsten ist. Da aber neben Seh- und Hörkraft bei Katzen auch andere Sinne verstärkt sind, können sie solche Schwächen gut ausgleichen: Nicht nur mit den Schnurrhaaren im Gesicht, sondern auch mit speziellen Härchen an den Gelenken der Vorderpfoten können sie ihr Umfeld wahrnehmen: Noch dazu riechen sie nicht nur mit ihrer Nase, sondern auch noch einem zusätzlichen Riechorgan im Oberkiefer, dem „Jacobson Organ“. Wozu die Schnurrhaare noch gut sind? Da Katzen keine Schlüsselbeine haben, sind sie äußerst beweglich und haben sich zur Faustregel gemacht: Wo mein Kopf durchpasst, geht auch der Rest durch. Und das ist wahr! Sobald der Kopf einer Katze durch eine Öffnung passt, tut es ihr ganzer Körper. Dabei hilft ihr auch ihre sehr flexible Wirbelsäule, die ca. 20 Wirbel mehr hat als die menschliche.
Und jetzt im Schnelldurchlauf noch ein paar interessante „Körperfakten“: Katzen können bis zu 50km/h schnell sprinten – Sie können ca. 7x so hoch springen, wie sie groß sind – Sie können über 100 verschiedene Laute produzieren (Hunde nur ca. 10) – Ein Nasenabdruck ist bei einer Katze genauso einzigartig wie bei uns ein Fingerabdruck – Sie mögen kein Wasser, weil sie nass schlecht ihre Körpertemperatur aufrecht erhalten können – Manche Katzen haben Stürze aus über 20m Höhe überlebt – Sie können einen Baum nicht vorwärts runterklettern, weil alle ihre Krallen in eine Richtung zeigen.
Katzen & ihre Nahrung
Zuletzt wollten wir euch noch ein paar Sachen über Katzen und ihre Nahrung erzählen. In freier Wildbahn würde eine Katze etwa 4 Mäuse pro Tag verspeisen, um satt zu werden. Unsere Stubentiger dagegen kriegen ihr Menü serviert; sie mögen es jedoch gar nicht, wenn es kalt ist. Also: Futter aus dem Kühlschrank erst mal auf Raumtemperatur aufwärmen lassen.
Und selbst, wenn die Temperatur stimmt, gibt es noch viele Feinschmecker unter unseren Samtpfoten, die das von uns ausgesuchte Fressen einfach nicht zu mögen scheinen. Dabei schmecken Katzen viel weniger als wir: Sie haben nur 473 Geschmacksknospen, wir dagegen rund 9000. Beispielsweise Zuckerstoffe mit dem Geschmack „süß“ können sie nicht schmecken. Deshalb müssen wir besonders zu Ostern und Weihnachten aufpassen: Schokolade ist tödlich für Katzen. Auch Milchprodukte können eine Menge Katzen schlecht verdauen. Viele kriegen Durchfall von Milch, Käse, Quark und Co. Und zuletzt ein Tipp für unsere vegetarischen Freunde: Es ist zwar konsequent, wenn du als Vegetarier deine Katze auch so bewusst ernähren willst, aber nicht möglich: Katzen können die Aminosäure Arginin nicht selbst herstellen und da diese nur in Fleisch enthalten ist, kann dein Stubentiger nicht darauf verzichten.
Related posts:

Gerade gefunden. Besonders die “Körperfakten” sind sehr interessant.
Kommentar von Theo Graufell am 25.12.2012 um 15:54