Der Chinchilla – Ein Exot für Zuhause?

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Du suchst nach einem ausgefallenen Haustier oder willst dich einfach über die grauen Fellkugeln aus Südamerika informieren? Dann bist du hier richtig. In diesem Blogeintrag wollen wir über den Chinchilla informieren und zeigen, was er als Haustier braucht, um artgerecht gehalten werden zu können.

Was ist der Chinchilla für ein Tier? Eine Kurzbeschreibung

Der Chinchilla gehört zur Familie der Nager und kommt ursprünglich aus Chile in Südamerika. Es gibt zwei Oberarten: den Kurzschwanz- und den Langschwanz-Chinchilla. Beiden gemein sind die Knopfaugen und die länglichen Ohren. Die dämmerungs- und nachtaktiven Tierchen haben ein dickes, flauschiges Fell, welches ursprünglich verschiedene Grauschattierungen hatte. Heute gibt es insgesamt sieben gezielt gezüchtete Farbgebung, von schwarz über beige bis hin zu weiß. Die Unterseite ist jedoch immer hell. Sie sind ausgesprochen soziale Tiere und leben in der Natur in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen. Deshalb darf der Chinchilla auch nicht allein gehalten werden, sondern immer mindestens zu zweit. Was man bei der Anschaffung bedenken muss ist, dass Chinchillas bei guten Bedingungen eine Lebenszeit von über 20 Jahre erreichen können. Sie haben also eine längere Lebensspanne als beispielsweise Hunde.

Die Chinchilla-Haltung

Bevor man sich einen Chinchilla anschafft, ist es wichtig, sich über die grauen Fellkugeln zu informieren. Dann erst kommt die Anschaffung. Das Wichtigste bei der Chinchilla-Haltung ist, dass du mindestens zwei Chinchillas hältst, damit sie sich nicht einsam fühlen. An zweiter Stellte steht der richtige Käfig. Chinchillas brauchen viel Platz, denn es sind sehr aktive Tiere. Ideal ist eine große Voliere, die in mehrere Etagen unterteilt ist. Stangen und Äste von Obst- und Nussbäumen können den Stall toll ergänzen und bieten den Nagern viel Kletterspaß. Die Näpfe und die Bodenwanne dürfen nicht aus Plastik sein, da Chinchillas leidenschaftlich gern Sachen anknabbern. Zusätzlich zur Ausrüstung gehören ein Häuschen und andere Versteck- und Spielmöglichkeiten, eine Heuraufe und eine Wassertränke. Besonders wichtig ist für Chinchillas eine Schüssel mit Sand, da sie es lieben, im Sand zu Baden; sie halten so ihr Fell sauber. Nützlich: Der Käfig sollte im unteren Bereich zusätzlich geschützt sein, sonst wird der ganze Sand beim Bad im Zimmer verstreut.

Die Fütterung

Chinchillas sind eher anspruchsvoll, was ihre Ernährung angeht. Bei uns findest du das richtige Allein- und Ergänzungsfutter für Chinchillas, Heu steht außerdem auf ihrem Speiseplan. Es ist wichtig, dass der Chinchilla zwischendurch nicht zu viele Snacks und Leckereien kriegt, da er eine sehr empfindliche Verdauung hat und schnell zunimmt. Ab und zu können ihm als Extras Äpfel, Bananen oder Knabberstangen angeboten werden. Er braucht außerdem harte Kost (wie die Obstbaumäste), um seine Zähne abzuschleifen. Manche bieten ihren Chinchillas auch Mineralsteine an, damit sie mit allem nötigen versorgt werden.

Der Chinchilla als Haustier

Chinchillas sind tolle Tiere, die sehr interessant zu beobachten sind und manchmal auch recht zahm werden. Sie mögen es aber auf keinen Fall, auf den Arm genommen zu werden. Dann sträuben sie sich und zappeln dann so lange, bis man sie wieder runtersetzt. Das ist auch der Grund, warum Chinchillas eher keine Haustiere für Kinder sind. Es sind keine Kuscheltiere und anspruchsvoll in Haltung, Fütterung und Unterhalt. Zudem macht ihr nachtaktiver Rhythmus die Haltung im Kinderzimmer unmöglich, da sie dann nachts richtig aufdrehen und laut durch ihren Käfig turnen können. Auf der anderen Seite brauchen sie tagsüber ihre Ruhe und sollten nicht von Lärm und lautem Spielen gestört werden. Man sollte außerdem bei der Anschaffung ihre Langlebigkeit beachten: Wenn man nicht die Gelegenheit hat, das Tier über 20 Jahre hin artgerecht zu halten, sollte man auf weniger anspruchsvolle und kurzlebigere Tiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen ausweichen.

Wenn man aber ein Haustier will, was zwar zutraulich ist, aber selbstständig bleibt; was man eher beobachten als verhätscheln kann; was mehr Kontakt zu seinem Artgenossen hat als zu seinem Benutzer und als Halter Interesse daran hat, dem Tier ein tolles Leben mit artgerechter Haltung zu bieten, für den ist ein Chinchilla das perfekte Haustier.

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Kommentar

  1. Sehr interessanter Beitrag. Habe derzeit Rennmäuse, aber die beiden werden wohl nicht mehr lange überleben (der eine ist bereits 4!) und überlebe deshalb, ib ich mir neue Vierbeiner anschaffe … ich denke, ich werde mich mal etwas intensiver mit Chinchinallas beschäftigen :) Klingt sehr faszinierend :)

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