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Fragen und Antworten rund um das Thema Bio & Vegan


Fragen zum Thema biologische & vegane Tiernahrung

Antworten Bio


1.1 Was bedeutet Bio?

Der Begriff „Bio“ (oder bei internationalen Produkten auch „Organic“) ist europaweit gesetzlich für Lebensmittel, Futtermittel und seit 2009 auch für Heimtierfutter geschützt. Wer den Begriff „Bio“ im Zusammenhang mit dem Vertrieb solcher Produkte benutzt, muss sich gemäß der EU-Verordnung kontrollieren und zertifizieren lassen.


1.2 Was regelt die Bio EU-Verordnung?

Die Bio EU-Verordnung ist ein Richtlinienwerk für die Landwirtschaft, die Viehwirtschaft, die Herstellung und den Vertrieb der Erzeugnisse (wie Lebensmittel und Heimtierfutter).

  1. Landwirtschaft: In der Landwirtschaft soll das Richtlinienwerk dafür sorgen, die Grundlagen des biologischen Wirtschaftens in Regeln fest zu legen. So sagt z.B. das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): „Der ökologische Landbau ist eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Wirtschaftsform, die sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert.“.
    Die Bio-Wirtschaft will die Umweltverschmutzung verringern. Sie setzt dabei u.a. auf die Vielfalt im Anbau, auf Nützlinge gegen Schädlinge anstelle dem Einsatz von Herbiziden und Pestiziden, auf die ausgeprägte Humuswirtschaft zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, auf den Anbau wenig anfälliger Sorten in geeigneten Fruchtfolgen und vieles mehr.
    Letztlich tragen diese Maßnahmen dazu bei, den Boden und die Gewässer zu schützen, aber auch den Artenschutz in landwirtschaftlich genutzten Bereichen zu verbessern.
  2. Viehwirtschaft: Diese versucht, den Nutztieren ein artgerechteres Leben zu ermöglichen und gleichzeitig die Umwelt gering zu belasten. Auf Antibiotika und kommerzielle Futtermittel wird in der bio-Aufzucht weitgehend verzichtet; stattdessen sollen die Nutztiere möglichst mit hofeigenem Futter versorgt werden. Die Haltung des BMEL zur ökologischen Haltung: „Jedes Tier hat ein Recht auf Platz, Licht und frische Luft, so dass jedem Tier Zugang zu Auslauf und Weideflächen zugestanden wird.“.
    Auch der Tiertransport ist in Hinblick auf artgerechtere Haltung reglementiert: Tiere dürfen nicht mit Elektroschockern getrieben und auf Beruhigungsmittel muss verzichtet werden. Die Marken Demeter und Bioland schreiben dabei sogar vor, dass Transporte nur bis 200km Entfernung bei maximal 4 Stunden Fahrzeit erlaubt sind.
  3. Erzeugnisse: Laut Vorgabe sollen Bio-Erzeugnisse möglichst nah am Naturzustand der Rohstoffe gehalten werden. Der Einsatz von Technologien zur Produktion ist nicht vorgesehen. 95% der Zutaten eines Produktes müssen „Bio“ sein, nur wenige Zusatzstoffe sind (mit klaren Höchstmengenangaben) zugelassen. Weder Gentechnik noch Bestrahlung noch künstliche Stoffe zur Konservierung, Färbung und Aromatisierung sind erlaubt.
    Zahlreiche Untersuchungen zeigen bereits heute, dass Bio-Produkte weniger belastet sind, eine höhere biologische Wertigkeit aufweisen und durch die schonendere Herstellung die Umwelt geringer belasten.


1.3 Woran erkenne ich ein Bio-Produkt?

Nur Produkte, die eine ÖKO-Kontrollstellnummer tragen, beinhalten Bio-Rohwaren und dürfen "bio" genannt werden. In Deutschland setzt sich die Nummer folgendermaßen zusammen: DE-ÖKO-xxx (xxx weist auf das entsprechende Zertifizierungsinstitut hin). 


1.4 Ist 'naturnah', 'natürlich', 'frei von...' auch bio?

Begriffe wie "naturnah", "natürlich", "100% Natur", "aus kontrolliertem Anbau" (nicht zu verwechseln mit "aus kontrolliert biologischem Anbau") haben nichts mit Bio zu tun. Allein die Angabe „Bio“ in Verbindung mit einer Kontrollstellnummer oder die Bezeichnung „Organic“ bei importierten Produkten mit einer entsprechenden Öko-Kontrollnummer sind kontrollierte und zertifizierte Bio Produkte.

Die oben genannten Begriffe (wie „naturnah“ etc.) bieten Konsumenten keine Garantie, dass das beworbene Produkt bio ist, da keine allgemeingültige / europaweite Reglementierung, Definition oder Kontrolle besteht. 


1.5 Gilt bio auch für die Produkte aus anderen Ländern?

Bio ist EU-weit geregelt und damit gilt die Verordnung für alle in der EU hergestellten Lebensmittel und Heimtierfutter, aber auch für alle Produkte, die in die EU eingeführt und hier verkauft werden. Auch diese Produkte werden der Kontrolle und Zertifizierung nach den Regeln der EU unterworfen.


1.6 Ist bio gleich bio?

Auch Bio-Produkte können sich qualitativ unterscheiden. Welche Rohwarenqualität eingesetzt und mit welchem Energieeinsatz ein Produkt produziert wird, hängt von der Strategie der jeweiligen Marke ab. Ein Unterscheidungsmerkmal für die Produkte ist, ob diese der EU-Öko-Verordnung folgen oder ob sie nach den noch weiterführenden Richtlinien von Anbauverbänden hergestellt werden. Anbauverbände sind z.B. Demeter oder Bioland. Diese haben oben auf die Regeln der EU-Verordnung noch strengere Richtlinien gesetzt.

Kurzum: Bio ist nicht gleich Bio, aber die EU-Verordnung bietet dem Konsumenten ein Vielfaches mehr an Sicherheiten als ein Produkt aus unkontrollierter, nicht zertifizierter herkömmlicher Wirtschaft.


1.7 Wer kontrolliert, dass ein Unternehmen "bio" ist?

Alle Bio-Betriebe (auch Zwischenhändler) werden jährlich mindestens einmal durch entsprechende unabhängige Zertifizierungsinstitute überprüft, oftmals auch unangekündigt. Die Kosten dafür trägt jeweils der Betrieb. ZooRoyal hat die erste Prüfung im Frühjahr 2015 erfolgreich bestanden und ist nun bio-zertifiziert.  


1.8 Preise von Bio-Produkten

Es überrascht nicht, dass Bio-Produkte tendenziell etwas hochpreisiger sind als herkömmliche Ware: ständige Kontrollen der Herstellungsbetriebe, das aufwändigere Produktionsverfahren, größere Flächen und hochwertige Nahrungsmittel zur artgerechten und gesunden Haltung der Nutztiere sowie Maßnahmen zum Umweltschutz treiben den Verkaufspreis für den Endkunden zwangsläufig nach oben. An Nachhaltigkeit und gesunder Ernährung interessierte Verbraucher sind jedoch zumeist bereit, diesen geringen Aufpreis zu zahlen und damit einen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft zu leisten.


Antworten Vegan


2.1 Was bedeutet "vegan"?

Der Begriff „vegan“ ist nicht gesetzlich geregelt. Bei Lebensmitteln und Tierfutter ist damit gemeint, dass keine tierischen Inhaltstoffe oder Produkte verarbeitet wurden, also weder Fleich noch Milch, Eier oder Honig.

Verschiedene Vereine vergeben Vegan-Siegel anhand unterschiedlicher Kriterien. Beim Einhalten der Richtlinien des entsprechenden Vereins kann ein Händler das Siegel auf seinen Produkten führen. Eines der ältesten und bekanntesten Siegel ist das der Vegan Society.


2.2 Was sind die Ziele einer veganen Lebensweise?

Die vegane Lebensweise hat vier Hauptziele:

  • Welternährung
  • Klimaschutz
  • Wasserverbrauch
  • Tierschutz.
  1. Welternährung: Ein hoher Fleischkonsum in unserer Gesellschaft bedeutet einen hohen Flächenverbrauch für die Nutztierhaltung, er bedeutet aber auch einen hohen Verbrauch an Getreide/Pflanzen zur Aufzucht und Ernährung dieser Nutztiere und in bestimmten Regionen unserer Erde wird zur Nutztierhaltung oder auch zum Anbau der Getreide zur Fütterung auch Wald abgeholzt.
    Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, benötigt man mehrere Kilo Getreide. Dieses Getreide fehlt dann aber in der Welternährungskette.
    Dies alles sind Dinge, die mit einer veganen Lebensweise oder auch mit einer weniger fleischbasierten Ernährungsweise verändert werden können.
    Getreide ist heute in vielen Regionen der Erde knapp und teuer. Oftmals wird es vorrangig zur Fütterung der Nutztiere angebaut. Dies bedeutet für hunderte Millionen Menschen ein großes Problem; sie können sich kaum das lebensnotwendige Essen leisten. Teilhabe am Reichtum unserer Erde ist so nicht möglich.
  2. Klimaschutz: Bedenkt man, dass allein in Deutschland rund 13% der CO²-Belastung auf das Konto der Nutztierhaltung geht, und dass dies mehr ist, als beispielsweise durch die Heizung der privaten Haushalte entsteht, so wird deutlich, dass eine Reduzierung der Viehwirtschaft auch eine Reduzierung der CO²-Belastung bedeutet.
  3. Wasserverbrauch: Die Erzeugung von 1 Kilo Fleisch (Huhn) zieht in einer Gesamtrechnung (Verbrauch an Futter, Stallsäuberung, Produktionsanlagensäuberung, …) rund 4300 Liter Wassernutzung nach sich. Für ein Kilo Kartoffeln werden hingegen “nur“ rund 290 Liter Wasser benötigt.
    Auch hier zeigt sich, dass ein sehr fleischbasierter Konsum mehr Ressourcen verbraucht als eine pflanzlich ausgerichtete Wirtschaft. Während in der BRD sauberes Trinkwasser zum Standard geworden ist, so ist dies bei Weitem nicht in allen Regionen der Erde der Fall.
  4. Tierschutz: Für viele ist dies sicherlich der eingängigste Grund für eine vegane Lebensweise. Würden Nutztiere nicht missbraucht, so müssten sich die Verbraucher über Massentiertransporte, erschreckende Schlachtungsmethoden und vieles mehr keine Gedanken machen.


2.3 Der Unterschied zwischen vegetarisch und vegan?

Bei vegetarischen Produkten dürfen pflanzliche Produkte sowie solche, die vom lebenden Tier stammen, verwendet werden. Während vegan bedeutet, dass auch Eier, Milch und Honig nicht konsumiert werden, so sind diese Lebensmittel bei vegetarischen Produkten akzeptiert.


2.4 Ist veganes Futter artgerecht?

Eine vegetarische oder vegane Ernährung von Hunden ist möglich. Die auf unserer Website angebotenen Produkte beinhalten die notwendigen Vitamine und Mineralien, Aminosäuren, Proteinmengen und Energiegehalte. Dass die Trockenfutter-Krokette oder der Doseninhalt aus pflanzlichen Rohwaren stammt, wirkt sich keinesfalls negativ auf die Gesundheit des Tieres aus. Im 21. Jahrhundert erfolgt ohnehin keine Fütterung des Haustiers nach Ur-Ansätzen (in dem Fall müsste dem Haustier ermöglicht werden, dass es seine Beute selbst jagt). Jedes fleischbasierte Trocken- oder Dosenfutter ist daher im gleichen Maße artgerecht wie das vegane oder vegetarische Pendant. 

Diese Überlegung kann auch auf die Ernährung des Menschen übertragen werden: jede Ernährungsweise hat Vor- und Nachteile, keine davon triftt die ursprüngliche Ernährungsform der Vorfahren, nichts ist komplett falsch oder richtig. Wichtig ist immer, dass eine ausgewogene und gemäßigte Ernährung in Verbindung mit Bewegung erfolgt.  


2.5 Veganes Tierfutter: Ist das gesund?

Es gibt bereits seit 2-3 Jahrzehnten veganes Tierfutter und somit eine Vielzahl an Haustieren, die vegan ernährt worden sind. Einzelne Studien zeigen auf, dass eine vegane Ernährung funktioniert. Es gibt bisher keine Angaben aus der Wissenschaft, dass eine vegane Ernährung schädlich ist.

Die Voraussetzung bei einer veganen Ernährung ist - wie in allen anderen Fällen der Ernährung auch - dass die nötigen Vitamine und Mineralien, die Spurenelemente, Aminosäuren, Proteine etc. aufgenommen werden. Dies regelt der Gesetzgeber über die Futtermittelgesetze und Verordnungen, und die Internationalen Organisationen wie die FEDIAF über die entsprechenden Empfehlungen. Wenn Sie ein veganes Alleinfutter für Ihren Hund einsetzen, ist der heutige Wissenstand somit garantiert.


2.6 Ist vegan auch bio?

Vegan und bio sind zwei Dinge. Vegan bedeutet, dass keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind. Bio bedeutet eine möglichst umweltschonende Landwirtschaft und Produktion/Herstellung.

Es gibt natürlich eine Vielzahl an Produkten, die sowohl bio als auch vegan sind, und auch die Ziele beider Bereiche überschneiden sich oftmals: Umweltschutz, Tierschutz und Nachhaltigkeit werden von beiden Herstellungsweisen angestrebt.